7 Reaktionen des Körpers auf tödliche Gefahr: wie das Gehirn Sie ohne Ihr Wissen rettet.

7 Reaktionen des Körpers auf tödliche Gefahr: wie das Gehirn Sie ohne Ihr Wissen rettet
7 Reaktionen des Körpers auf tödliche Gefahr: wie das Gehirn Sie ohne Ihr Wissen rettet

Nach Angaben von ТСН: Wenn ein Mensch in eine lebensbedrohliche Situation gerät, aktiviert der Körper automatische Überlebensmechanismen, noch bevor das Gehirn die Bedrohung selbst wahrnimmt. Wissenschaftler haben sieben grundlegende Reaktionen identifiziert, die in kritischen Momenten das Leben retten können.

1. Effekt der Zeitdehnung

Studien des Medical College der University of Iowa zeigen, dass 70% der Menschen, die Unfälle überlebt haben, eine 'Dehnung' der Zeit erleben. Laut einer Veröffentlichung im Journal PLOS One entsteht dieser Effekt, weil Angst das Gehirn dazu zwingt, Ereignisse detailliert wahrzunehmen. Die Menschen erinnern sich an sie als verlangsamte Erinnerungen.

2. Tauchreflex bei Säugetieren

Wenn das Gesicht mit kaltem Wasser in Kontakt kommt, verlangsamt sich der Herzschlag, und der Sauerstoff wird zu den lebenswichtigen Organen geleitet. Dieser ressourcensparende Mechanismus wurde bereits 1786 beschrieben, und moderne Studien beweisen, dass er die Angst verringern kann.

3. Temporäre Anästhesie (Schmerzausschaltung)

In einer Stresssituation kann das Gehirn Schmerzsignale blockieren, damit die Person in einen sicheren Ort fliehen kann. Laut Dan Baumgardt von der University of Bristol wird dieser Prozess durch die graue Substanz des Gehirns unterstützt, die als natürliches Schmerzmittel wirkt.

4. Übernatürliche Sehschärfe

Angst führt zur Erweiterung der Pupillen, was den Augen ermöglicht, mehr Licht aufzunehmen und schneller auf Bedrohungsquellen zu fokussieren. Eine Studie aus dem Jahr 2016 stellt fest, dass dieser Mechanismus bei Menschen mit PTSD noch intensiver aktiviert wird, um auf Gefahr zu reagieren.

5. Albträume als Training

Forscher aus der Schweiz und den USA glauben, dass schlechte Träume einen evolutionären Zweck haben. Während Albträumen 'simuliert' das Gehirn gefährliche Situationen. Der Forscher Lampros Perogamvros stellt fest, dass dies eine Art Training ist, das die Reaktion auf Angst im realen Leben verbessert.

6. Angstpheromone

Menschen können Gefahr durch Geruch wahrnehmen. Ein Experiment von 2008, veröffentlicht in Nature Proceedings, zeigte, dass die Amygdala des Gehirns stärker aktiviert wird, wenn eine Person den Geruch des Schweißes einer gestressten Person wahrnimmt. Dieser Prozess geschieht unbewusst.

7. Adrenalitremor

Das Zittern von Händen oder Beinen in gefährlichen Situationen ist das Ergebnis einer Adrenalinausschüttung. Laut dem Fiksel Institute for Neurological Diseases versorgt dieses Hormon die Muskeln mit Energie und bereitet sie auf sofortige Aktionen vor. Zittern ist eine Möglichkeit, überschüssige Energie freizusetzen.

Wissenschaftler betonen, dass diese Reaktionen von tief in der menschlichen Natur verankerten Lebenswillen zeugen. Selbst in Momenten der Panik funktionieren biologische Algorithmen auf Hochtouren, um das Überleben zu sichern.

Es ist interessant zu bemerken, dass eine Bewohnerin der kanadischen Provinz Alberta kürzlich einen klinischen Tod erlebte und jetzt an ein Leben nach dem Tod glaubt. Zuvor hatte die Amerikanerin Deborah Proom auch zwei Fälle klinischen Todes durchgemacht, die ihre Sicht auf das Leben verändert haben.


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