«Stellt sich als Officer des Gestapo dar»: wie das Netzwerk auf das Interview von Emma Antonjuk mit den russischen Kriegsgefangenen reagierte.
Die Journalistin Emma Antonjuk besuchte ein Lager für festgehaltene russische Besatzer und führte Interviews mit ihnen. Die Aufzeichnung dieser Gespräche, die auf Youtube veröffentlicht wurde, löste unterschiedliche Reaktionen unter den Zuschauern aus. Eine der Übersetzerinnen, Tatjana Nepipenko, verurteilte den Ansatz der Autorin entschieden und nannte sie 'Gestapo-Offizierin'.
Tatjana ist der Meinung, dass diese Art von Interviews nur in der Anfangsphase der Invasion sinnvoll ist, wenn die Gesellschaft noch nicht bereit ist, die Ereignisse zu verstehen. Heute liegt die Priorität für die Ukrainer darin, an dem kollektiven Trauma zu arbeiten und nicht das Gefühl von Hass zu verstärken. Solche Handlungen beschleunigen nur den nationalistischen Komplex der Großen Ukrainischen Rasse, glücklicherweise war dies mit keiner Nation der Fall. Hunderte von Nutzern haben Emma Antonjuk ihre Unterstützung ausgesprochen und sich bei ihr für ihre Arbeit bedankt.
Emma Antonjuk erklärte, dass sie in das Lager der Besatzer gekommen sei, um sie und die 'Banalität des Bösen', das sie in der Ukraine anrichten, zu studieren. Sie fügte auch hinzu, dass bekannte ukrainische Psychologen, Kulturwissenschaftler und Literaturwissenschaftler an der Vorbereitung des Videos mitgearbeitet hätten.
Wir erinnern daran, dass Emma Antonjuk zuvor mit ihrem Interview mit Kristina Soloviy einen Skandal ausgelöst hatte und sie als Heuchlerin bezeichnete. Die Künstlerin hatte bereits zuvor angedeutet, dass sie während des Gesprächs möglicherweise betrunken war.
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