Venezuela gibt 30 politische Gefangene frei – Oppositionspolitiker Guanipa dabei.

Venezuela gibt 30 politische Gefangene frei – Oppositionspolitiker Guanipa dabei
Venezuela gibt 30 politische Gefangene frei – Oppositionspolitiker Guanipa dabei

Freilassung von Regimekritikern in Venezuela

Nach Angaben von TSN.ua: Die venezolanische Regierung hat am 8. Februar 2026 insgesamt 30 politische Gefangene aus der Haft entlassen. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Amnestie-Kampagne, die seit dem 8. Januar 2026 bereits zur Freilassung von 383 Personen geführt hat. Zu den prominentesten entlassenen Häftlingen zählen:

  • der Oppositionspolitiker Juan Pablo Guanipa, der seit Mai 2025 inhaftiert war;
  • der Rechtsanwalt Perkins Rocha, verhaftet im August 2024;
  • Rafael Tudares, der über ein Jahr im Gefängnis verbrachte.

Die Freilassungen erfolgten vor dem Hintergrund, dass die Nationalversammlung in dieser Woche ein Amnestiegesetz in erster Lesung verabschiedet hat. Die Haltung der Regierung in Caracas gegenüber politischen Gefangenen wird sowohl im Inland als auch international kritisch beobachtet. Einige der Inhaftierten waren unter schweren Vorwürfen wie Terrorismus und Führung einer terroristischen Verschwörung angeklagt worden.

María Corina Machado, eine der bekanntesten Oppositionsführerinnen, begrüßte die jüngsten Freilassungen und forderte die venezolanische Regierung auf, alle politischen Gefangenen freizulassen.

Komplexe innenpolitische Lage

Die Entwicklung spiegelt die anhaltend angespannte innenpolitische Situation in dem südamerikanischen Land wider, in dem der Kampf um Bürgerrechte und politische Freiheiten weitergeht.

Die Freilassungen könnten auf eine taktische Anpassung des Regierungskurses hindeuten, möglicherweise auch als Reaktion auf internationalen Druck. Solche Schritte werden oft als Versuch gewertet, das innenpolitische Klima zu entspannen und die internationale Isolation zu verringern. Ob dies zu einem substanziellen Dialog zwischen Regierung und Opposition führt, bleibt abzuwarten, markiert aber einen bemerkenswerten Moment in der langjährigen politischen Krise des Landes.


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