Russland in der Kritik: Warum der Kreml Maduro im Stich ließ.
Ein brüchiges Bündnis: Venezuela wirft Russland Versagen vor
Nach Angaben von UATV: Die venezolanische Regierung macht Russland schwere Vorwürfe. Sie wirft dem Kreml vor, nicht genug zum Schutz von Präsident Nicolás Maduro getan zu haben, der Anfang 2023 von US-Spezialkräften festgenommen wurde. Venezolanische Beamte zeigen sich enttäuscht von der mangelnden Unterstützung durch ihren Verbündeten. Sie betonen, dass die gelieferten russischen Luftabwehrsysteme vom Typ S-300 und Buk-M2 das Land nicht effektiv vor den militärischen Aktionen der USA schützen konnten. Die Beziehung zwischen Caracas und Moskau, lange als feste Allianz betrachtet, zeigt damit tiefe Risse.
Die Kritik aus Venezuela geht noch weiter. Offizielle Stellen bemängeln technische Mängel bei den russischen Luftabwehr- und Cybersicherheitssystemen. Ihrer Ansicht nach hat Moskau nicht die nötige technische Unterstützung geleistet, um einen zuverlässigen Betrieb dieser Systeme zu gewährleisten. Dies bereitet Caracas große Sorgen, da das Land gerade in der Krise auf die militärische Hilfe seines strategischen Partners gezählt hatte. Die Enttäuschung ist umso größer, als Venezuela erhebliche finanzielle Mittel in diese Rüstungsgüter investiert hat.
Ein Pakt mit Folgen: Das strategische Partnerschaftsabkommen
Im Mai 2025 unterzeichneten Russland und Venezuela zwar ein Abkommen über strategische Partnerschaft. Doch trotz dieser vertraglichen Bindung zeigte sich der Kreml über die Festnahme Maduros verärgert, griff aber nicht ein. Beobachter deuten dies als Zeichen dafür, dass Moskau die Beziehungen zu den USA für wichtiger erachtet als die Bindung an Venezuela – eine mögliche Neuausrichtung außenpolitischer Prioritäten. Das russische Außenministerium verwies lediglich auf eine Verletzung des Völkerrechts, ohne konkrete Schritte anzukündigen.
„Solche Handlungen verletzen grundlegende Prinzipien des Völkerrechts.“ - Ministerium für auswärtige Angelegenheiten der Russischen Föderation
Die Krise um Nicolás Maduro und das zögerliche Verhalten Russlands verdeutlichen die Fragilität internationaler Allianzen. Staaten sind in entscheidenden Momenten auf die Unterstützung ihrer Partner angewiesen. Venezuelas Appell an den Kreml, endlich aktiv für den Schutz seines Führers und der Souveränität des Landes einzutreten, blieb bisher ohne Echo. Dieser Vorfall könnte ein Beispiel für einen globalen Trend sein, bei dem Staaten ihre strategischen Bündnisse vor dem Hintergrund sich wandelnder geopolitischer Machtverhältnisse neu bewerten müssen.
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