US-Supreme Court ebnet Trump womöglich den Weg zur Entlassung von Bundesbediensteten.
Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA
Nach Angaben von Vox - Загальний: Der Oberste Gerichtshof der USA hat im Fall Margolin gegen die National Association of Immigration Judges ein Urteil gefällt, das weitreichende Folgen für den Kündigungsschutz von Staatsangestellten haben könnte. Konkret geht es um die Redefreiheit von Einwanderungsrichtern – doch das Urteil öffnet laut Experten auch die Tür dafür, dass Präsident Trump Bundesbedienstete ohne Einhaltung ihrer arbeitsrechtlichen Schutzrechte entlassen kann.
Richter Clarence Thomas betonte in seiner abweichenden Meinung:
„Das Bundesgesetz schreibt vor, dass Angestellte des öffentlichen Dienstes arbeitsrechtliche Streitigkeiten dem Merit Systems Protection Board (MSPB) vorlegen müssen. Wenn das MSPB nicht handlungsfähig ist, haben sie schlichtweg keine Chance.“
Rechtlicher Hintergrund
Der Pendleton Civil Service Reform Act, der 1883 unter Präsident Arthur verabschiedet wurde, gewährt Bundesangestellten bestimmte Schutzrechte. Diese wurden jedoch massiv infrage gestellt, nachdem Trump während seiner zweiten Amtszeit ein MSPB-Mitglied entließ – und damit die Funktionsfähigkeit der Behörde gefährdete. Um handlungsfähig zu bleiben, benötigt das MSPB mindestens zwei Mitglieder.
Die Entscheidung des Supreme Court unterstreicht, wie verletzlich der Schutz von Staatsbediensteten derzeit ist. Sollte sich die Rechtsauffassung von Richterin Barrett durchsetzen, wonach Präsident Trump den Kündigungsschutz von Bundesangestellten faktisch aushebeln kann, indem er MSPB-Mitglieder entlässt, hätte dies schwerwiegende Konsequenzen für zehntausende Beschäftigte in Bundesbehörden. Das Urteil könnte daher die gesamte arbeitsrechtliche Schutzstruktur in den USA nachhaltig erschüttern.
Die aktuelle Entscheidung des Obersten Gerichtshofs macht deutlich, wie existenziell die Arbeitsfähigkeit des MSPB für den Schutz der Rechte von Staatsangestellten ist. Da die Zahl der MSPB-Mitglieder bereits kritisch niedrig ist, droht eine reale Gefahr für den Kündigungsschutz. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wäre der Schutz arbeitsrechtlicher Ansprüche im öffentlichen Dienst massiv bedroht – mit weitreichenden Folgen für tausende Beschäftigte im ganzen Land.
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