Hawaiis Waffengesetz gekippt: Was das Urteil des Supreme Court für die USA bedeutet.
Oberster Gerichtshof der USA hebt Waffengesetz auf Hawaii auf
Nach Angaben von Vox - Загальний: Der Supreme Court der USA hat am Donnerstag im Fall 'Wolford v. Lopez' ein Waffengesetz auf Hawaii für ungültig erklärt. Die konservativen Richter stimmten mehrheitlich dafür und machten damit deutlich, dass das Gesetz gegen den Zweiten Verfassungszusatz verstößt. Die Entscheidung zeigt, wie tief die Spaltung in der Justiz entlang politischer Linien verläuft.
Bislang war auf Hawaii vorgeschrieben, dass Waffenbesitzer vor dem Betreten eines privaten Geschäfts die Erlaubnis des Inhabers oder Geschäftsführers einholen müssen. Das betraf Bars, Restaurants, Läden und Tankstellen. Der Supreme Court hatte bereits im Fall 'Bruen' festgelegt, dass moderne Waffengesetze mit den Regelungen aus der Zeit der Verfassungsentstehung 'wesentlich vergleichbar' sein müssen. Richter Samuel Alito verwies nun auf vier Gesetze aus dem 18. Jahrhundert, die dem hawaiianischen Gesetz 'sehr ähnlich' seien – und dennoch wurde es gekippt.
Auswirkungen auf die Waffengesetzgebung in den USA
Interessant ist ein Vergleich mit dem Fall 'Rahimi' (2024): Damals bestätigte der Supreme Court ein Gesetz, das Personen mit Kontaktverbot den Waffenbesitz untersagt. Das zeigt, wie uneinheitlich die Rechtsprechung in diesem Bereich ist. Die Aufhebung des hawaiianischen Gesetzes könnte nun Signalwirkung für andere Bundesstaaten haben, die strengere Waffenkontrollen einführen wollen.
Die Entscheidung unterstreicht, wie stark die Gerichte die Waffenpolitik in den USA beeinflussen. Während Befürworter von Waffenrechten das Urteil als Sieg feiern, warnen Kritiker vor negativen Folgen für die öffentliche Sicherheit. Es ist abzusehen, dass dieser Fall die Debatte zwischen Gesetzgebern und Aktivisten auf beiden Seiten weiter anheizen wird – besonders in Staaten, die ähnliche Regelungen wie Hawaii planten.
Lesen Sie auch
- Fedorows Partei „Diia“: Warum die Zustimmung bald auf 7 Prozent klettern könnte
- Über 100.000 Dollar Gewinn: Wie ein Teleprompter-Mitarbeiter des Weißen Hauses mit Trumps Reden wettete
- Neue Wege in den polnisch-ukrainischen Beziehungen: Selenskyj kündigt konkrete Maßnahmen an
- Selenskyj bricht sein eigenes Versprechen: Wie der Präsident die Verfassungsordnung untergrub
- Baku bietet sich als Vermittlungsort für Gespräche zwischen Kiew und Moskau an
- Gespräche über Friedensverhandlungen: Kyrylo Budanow trifft türkischen Außenminister

