Angelika Rudnytska über Olya Polyakova: Als sie für die Russen sang, starb mein Onkel.
Nach Angaben von ТСН: Die Sängerin von "Teritoria A" Angelika Rudnytska sprach offen über ihre Einstellung zu Olya Polyakova und erklärte, warum sie keine Verwandtschaft mit ihrem Werk empfindet.
Abneigung gegen Olya Polyakova
Angelika erinnerte sich an die gemeinsamen Anfänge bei "Teritoria A" und enthüllte, wie sich ihre Einstellung zu Polyakova verändert hat. Laut der Sängerin verfolgt sie derzeit nicht die Aktivitäten der Sängerin und hat sich nie für ihre Karriere interessiert. Rudnytska betonte, dass das öffentliche Image von Olya ihr fremd ist.
„Ich interessiere mich überhaupt nicht für sie. Es ist so gar nicht mein Ding, dass ich nichts dazu sagen kann. In den Zeiten von ‚Teritoria A‘ versuchten wir, allen eine Chance zu geben, sich zu zeigen. Damals war sie ein schüchternes Mädchen, das sehr singen wollte. Das war eine andere Polyakova. Sie taucht nicht in meinem Informationsfeld auf, und absichtlich zu verfolgen, habe ich kein Verlangen. Es ist einfach nicht mein Musikformat und nicht mein Interessensbereich“, gestand Rudnytska im Interview.
Polyakovas Aussagen zum „Eurovision“
Angelika sprach auch über Polyakovas Aussagen zur „Eurovision“, insbesondere über ihre Drohung mit rechtlichen Schritten und ihre Bitte, Künstlern, die nach 2014 für die RF auftraten, aber ihre Positionen änderten, die Teilnahme am nationalen Auswahlverfahren zu erlauben. Rudnytska stellte fest, dass dieses Thema sie persönlich stark betroffen hat, da sie sich an vergangene Auftritte von Polyakova für die Russen erinnerte, als ein Angehöriger von ihr 2014 bei Luhansk getötet wurde.
„Ihre Aussage, dass sie unbedingt zur ‚Eurovision‘ will und nicht gelassen wird – das war komisch. Denn wieder schulden ihr alle etwas. Entschuldigung, zu der Zeit, als sie im Kokoshnik vor den Russen sprang, wurde mein Onkel an der Front getötet – er war erst 46 Jahre alt. Warum soll ich das vergessen? Warum soll ich so tun, als ob das nicht passiert wäre?“ – betonte die Sängerin.
Haltung zu Polyakovas Veränderungen
Rudnytska möchte an mögliche Veränderungen von Polyakova glauben, betont jedoch, dass einige Menschen ihre Positionen nur aus Eigeninteresse ändern. Sie äußerte auch Gedanken über ukrainische Künstler, die im Ausland leben, aber weiterhin in der Ukraine verdienen.
„Hat sie sich wirklich verändert? Ich möchte glauben, dass Menschen fähig sind zu verstehen, was ein Land ist, und Schlussfolgerungen zu ziehen. Aber ich sehe sehr oft das Gegenteil: Viele, die einfach die Ukraine nutzen, um ihre Ideen und Geschäfte voranzubringen. Sogar diejenigen, die im Ausland leben, aber regelmäßig hierher kommen, um zu verdienen, weil ihre Kreativität dort nicht besonders gefragt ist. Dieselben The Hardkiss, zum Beispiel. Würde ich Julia Sanina als ukrainische Künstlerin verlieren wollen? Nein. Sie ist klasse, hell, einzigartig. Aber die Tatsache bleibt: Die Gruppe lebt im Ausland. Erinnern Sie sich, wie Potap auch versuchte, zurückzukehren, um zu verdienen? Man sagte ihm, dass hier niemand auf ihn wartet – und er verschwand“, fügte der Star von „Teritoria A“ hinzu.
Die Worte von Angelika Rudnytska werfen wichtige Fragen zu den moralischen Aspekten der Teilnahme von Künstlern auf, die mit russischen Stars gearbeitet haben, bei ukrainischen Kulturveranstaltungen auf. Ihre Äußerungen unterstreichen die Sensibilität des Themas in der modernen Realität, in der kulturelle, identitäre und politische Fragen in jeder Äußerung über Kunst und deren Wahrnehmung miteinander verwoben sind. Dieser Dialog könnte ein wichtiger Schritt zur Neubewertung der Beziehungen ukrainischer Künstler und ihrer Kreativität im Kontext von Krieg und nationaler Identität sein.
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