Krieg im Iran treibt Kerosinpreise in die Höhe: Flugtickets werden teurer, zahlreiche Flüge gestrichen.
Explodierende Kerosinkosten
Nach Angaben von Novyny.live: Die weltweiten Preise für Flugbenzin steigen weiter – eine direkte Folge des Kriegs im Iran. Seit Beginn der Kampfhandlungen haben sich die Kosten für Kerosin mehr als verdoppelt, was die Airlines massiv unter Druck setzt. Der globale Durchschnittspreis für Flugbenzin liegt aktuell bei 195,19 US-Dollar pro Barrel. Das ist zwar ein Minus von 0,9 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, der Aufwärtstrend bleibt jedoch ungebrochen.
Für Fluggesellschaften machen Treibstoffausgaben zwischen 25 und 35 Prozent der Betriebskosten aus. Um diese Mehrbelastung abzufedern, greifen die Carrier zu drastischen Maßnahmen. Konkrete Beispiele:
- United Airlines hat ihre geplanten Flüge um fünf Prozent gekürzt;
- SAS streicht im kommenden Monat mindestens 1000 Verbindungen;
- Auch Air New Zealand reagiert und reduziert ihren Flugplan bis Anfang Mai um 1100 Flüge.
Zusätzlich erhöhen die Airlines die Ticketpreise, um die gestiegenen Kosten auszugleichen. Cathay Pacific hat bereits auf allen Strecken die Preise angehoben, Thai Airways plant einen Aufschlag von zehn bis 15 Prozent. AirAsia und Qantas erheben vorübergehende Zuschläge auf ihre Flüge.
Wirtschaftliche Folgen
Der Iran-Konflikt wirkt sich nicht nur auf die Treibstoffpreise aus, sondern erschüttert die gesamte Luftfahrtwirtschaft. Wegen der gesperrten Lufträume über mehreren Nahost-Staaten verlieren die Airlines täglich rund 100 Millionen US-Dollar. Die Schließung des Flughafens DXB in Dubai könnte pro Minute Schäden in Höhe von etwa einer Million Dollar verursachen – ein weiteres Indiz für die Dramatik der Lage.
Die steigenden Kerosinpreise und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Luftfahrtsektor zeigen, wie anfällig die Branche für externe Konflikte ist.
Quelle: Marktanalyse
Die angekündigten Flugstreichungen und Preiserhöhungen könnten die Nachfrage nach Flugreisen insgesamt dämpfen. Das wiederum hätte langfristige Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität der Airlines. Reisende sollten sich auf mögliche Änderungen ihrer Flugpläne und höhere Ticketkosten einstellen, denn die Lage in der Region bleibt angespannt. Zudem ist absehbar, dass weitere Gesellschaften nachziehen werden, falls die Preise weiter steigen.
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