Nach Drohnenangriff: Russische Raffinerie in Wolgograd stellt Betrieb ein.

Nach Drohnenangriff: Russische Raffinerie in Wolgograd stellt Betrieb ein
Nach Drohnenangriff: Russische Raffinerie in Wolgograd stellt Betrieb ein

Folgen für die Raffinerie in Wolgograd

Nach Angaben von TSN.ua: Nach einem Drohnenangriff hat die Ölraffinerie in Wolgograd die Verarbeitung von Rohöl vorübergehend eingestellt. Eine zentrale Destillationsanlage, die für 40 Prozent der Gesamtkapazität des Werks verantwortlich ist, wurde beschädigt. Diese sogenannte CDU-1-Anlage kann täglich rund 18.600 Tonnen Rohöl verarbeiten.

Der Angriff auf die Raffinerie 'Lukoil-Wolgogradneftepererabotka' ereignete sich am 11. Februar 2024. Es war bereits der neunte Vorfall dieser Art seit Kriegsbeginn. Im Jahr 2024 hatte das Werk eine Verarbeitungsmenge von 13,5 Millionen Tonnen Rohöl und produzierte unter anderem:

  • 6 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff,
  • 1,9 Millionen Tonnen Benzin,
  • 700.000 Tonnen Heizöl.

Weitere Angriffe und mögliche Konsequenzen

Im weiteren Verlauf trafen am 12. Februar 2024 auch Drohnen der ukrainischen Sicherheitsdienste die Raffinerie in Uchta in der Republik Komi. Die Lage in Wolgograd wird genau beobachtet, da der Produktionsstopp die Kraftstoffversorgung in der Region beeinträchtigen könnte. Solche Angriffe auf kritische Infrastruktur sind ein wiederkehrendes Element der militärischen Auseinandersetzung.

Der Vorfall ist Teil des anhaltenden Konflikts zwischen der Ukraine und Russland, der zunehmend auch wirtschaftlich bedeutende Anlagen ins Visier nimmt.

Ein längerer Ausfall der Raffinerie könnte zu lokalen Engpässen bei der Treibstoffversorgung führen und damit negative Auswirkungen auf Wirtschaft und Verkehr haben. Die gezielten Schläge gegen Raffinerien deuten auf eine strategische Fokussierung, die darauf abzielt, die logistischen und ökonomischen Grundlagen des Gegners zu schwächen.


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