Ist ein neuer Angriff aus Belarus möglich? Wolhynien rüstet sich zur Verteidigung.
Leiter der Militärverwaltung Wolhynien zu den Gefahren aus Belarus
Nach Angaben von Novyny.live: Seit Februar 2022 besteht für die Region Wolhynien eine anhaltende Bedrohung durch einen möglichen Einmarsch aus Belarus. Die Behörden betonen, dass sie für einen erneuten Angriff gewappnet sind. Roman Romanjuk, der amtierende Leiter der regionalen Militärverwaltung, machte deutlich, dass das Risiko von belarussischer Seite nie verschwindet. Er erklärte wörtlich:
„Die Gefahr einer Bedrohung aus Belarus besteht ständig.“
Seit Beginn des groß angelegten Krieges ist die Unsicherheit an der nördlichen Grenze ein zentrales Thema. Die Führung in Minsk unterstützt Russland weiterhin, was sowohl beim Militär als auch bei den zivilen Stellen in der Ukraine Besorgnis auslöst. Romanjuk stellte klar: Solange das Regime in Belarus loyal zu Moskau stehe, bleibe die Gefahr einer Invasion allgegenwärtig.
„Deshalb müssen wir rund um die Uhr bereit sein“,fügte er hinzu. Der Kontext zeigt: Die geografische Nähe zu Belarus macht Wolhynien zu einer strategisch sensiblen Region.
Ausbau der Verteidigungsanlagen
Die Oblast Wolhynien hat während der gesamten Kriegsjahre systematisch ihre Befestigungen verstärkt, um die Bevölkerung und das Territorium bestmöglich zu schützen. Romanjuk betonte: „Wolhynien bereitet sich aktiv vor. Nicht erst heute, sondern schon in den vergangenen Jahren.“ Er versicherte, dass die Region bereit sei, einen möglichen Gegner ‚gebührend zu empfangen‘, und dass alle Anstrengungen unternommen würden, damit „sie keinen einzigen Kilometer tiefer in ukrainisches Gebiet in der Oblast Wolhynien vordringen.“
Ein weiterer Regierungsvertreter, Kyrylo Sasonow, informierte, dass es derzeit keine Anzeichen für die Vorbereitung einer neuen Offensive aus Belarus gebe. Dennoch bleibe die Einsatzbereitschaft für jede Herausforderung die oberste Priorität der Region. Die Behörden arbeiten daher unvermindert daran, die Verteidigungslinien zu festigen und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.
Die Lage in Wolhynien spiegelt die allgemeine Besorgnis der ukrainischen Führung über mögliche aggressive Schritte aus Belarus wider – ein Szenario, das eng mit den politischen und militärischen Beziehungen zwischen Minsk und Moskau verknüpft ist. Angesichts der Geschichte des Konflikts und der aktiven Zusammenarbeit beider Länder gewinnt die regionale Verteidigungsbereitschaft eine besondere Bedeutung für die Sicherheit der gesamten Ukraine.
Lesen Sie auch
- Putins fragwürdige Gebietsbilanz: Warum die Zahl von 2.440.000 Quadratkilometern nicht stimmen kann
- Appell an Putin: Selenskyj bittet in offenem Brief um persönliches Treffen zur Beendigung des Krieges
- Tusk beschuldigt die Ukraine des UPА-Streits: Welche Entscheidung wird Selensky treffen?
- Treffen mit Selenskyj geplant: Frankreich, Großbritannien und Deutschland loten Friedenschancen mit Putin aus
- Moskau behauptet: Ukraine strebe angeblich nach Atomwaffen – Kreml verschärft Rhetorik
- Krieg in der Ukraine: Experte benennt das zentrale Hindernis für Friedensgespräche

