Russlands Kriegsbilanz in der Ukraine: Über 1,2 Millionen Mann und zehntausende Waffensysteme verloren.
Die Verluste der russischen Invasionsarmee
Nach Angaben von TSN.ua: Seit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs am 24. Februar 2022 hat Russland immense Verluste erlitten. Bis zum 18. Januar 2023 summierten sich die personellen Verluste der russischen Streitkräfte nach ukrainischen Angaben auf 1.226.420 Soldaten. Allein in den letzten 24 Stunden vor diesem Stichtag wurden 830 Besatzungssoldaten außer Gefecht gesetzt. Diese Zahlen verdeutlichen die Intensität der Kämpfe und den erbitterten ukrainischen Widerstand.
Zerstörte und erbeutete russische Militärausrüstung
Die Gesamtverluste an schwerem Kriegsgerät der russischen Armee im Zeitraum vom 24.02.2022 bis zum 18.01.2023 belaufen sich laut ukrainischen Angaben auf:
- 11.571 Panzer (+5)
- 23.919 gepanzerte Kampffahrzeuge (+5)
- 36.294 Artilleriesysteme (+33)
- 1.616 Raketenwerfer (+1)
- 1.278 Flugabwehrsysteme
- 434 Flugzeuge
- 347 Hubschrauber
- 109.450 unbemannte Luftfahrzeuge auf operativ-taktischer Ebene (+845)
- 4.163 Marschflugkörper
- 28 Schiffe und Boote
- 2 U-Boote
- 74.706 Kraftfahrzeuge und Tanklaster (+105)
- 4.044 Spezialfahrzeuge
Diese Verlustzahlen werden durch internationale Schätzungen gestützt. Das britische Verteidigungsministerium bezifferte die russischen Verluste für das vergangene Jahr auf etwa 415.000 getötete und verwundete Soldaten. Für das Jahr 2024 werden sogar rund 430.000 Ausfälle angenommen, was den höchsten jährlichen Wert seit Kriegsbeginn darstellen würde. Die Gesamtzahl der russischen Verluste dürfte sich damit auf etwa 1.213.000 Personen belaufen.
Die enormen Verluste an Menschen und Material werden die militärische Schlagkraft Russlands auf lange Sicht schwächen und könnten zu strategischen Anpassungen zwingen. Gleichzeitig bestätigen sie die hohe Effektivität der ukrainischen Verteidigung. Die anhaltend hohen Verlustraten unterstreichen die Brutalität dieses Krieges und stellen eine immense Belastung für beide Gesellschaften dar. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung weiterhin mit großer Sorge.
Lesen Sie auch
- Brückenangriffe bei Tschonhar legen russische Nachschubwege lahm: Versorgungskette um 100 Kilometer verlängert
- 300 Millionen Euro aus Deutschland: 50.000 Granaten für die Ukraine über tschechische Beschaffungsinitiative
- Ukrainische Spezialeinheiten legen Hafen von Mariupol lahm: Russen verlieren Meerzugang
- Ukrainische Streitkräfte drängen Russen bei Oleksandriwka zurück: Neue Erfolge an der Front
- Kramatorsk und Slowjansk im Visier: Wie stark ist der russische Druck im Donbass?
- Ukrainische Drohnen legen Brücke zur Krim lahm: Hintergründe zur Operation FrontStrike

