Russische Angriffe zwingen AKW Saporischschja erneut in Reparatur – IAEA verhandelt Feuerpause.
Erneute Gefahr für das ukrainische Atomkraftwerk
Nach Angaben von UATV: Nach erneuten Beschüssen durch russische Truppen am 2. Januar 2023 muss das Atomkraftwerk Saporischschja (Saporischschja AES) wieder repariert werden. Die Angriffe beschädigten eine 330-Kilovolt-Reserveleitung für die Stromversorgung. In Betrieb bleibt vorerst nur noch eine einzige Hochspannungsleitung mit 750 Kilovolt. Die Anlage ist seit Monaten im Fokus der Kampfhandlungen, was die Sicherheitslage permanent verschärft.
IAEA vermittelt Feuerpause für dringende Arbeiten
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat Beobachter entsandt, um eine lokale Waffenruhe in der Umgebung des Kraftwerks auszuhandeln. Es handelt sich bereits um die vierte derartige Initiative in dieser Region. Laut IAEA-Chef Rafael Grossi werden ukrainische Techniker in den kommenden Tagen mit der Reparatur der beschädigten 330-Kilovolt-Leitung beginnen können. Die Sicherstellung eines stabilen Betriebs der Anlage hat unter den gegenwärtigen Kriegsbedingungen höchste Priorität.
Die Lage am AKW Saporischschja bleibt äußerst kritisch. Das Kraftwerk ist von strategischer Bedeutung für die Energieversorgung der Ukraine. Die Abhängigkeit von nur einer funktionierenden Stromleitung erhöht die Risiken für die Anlage und die gesamte Region erheblich. Das Engagement der IAEA unterstreicht die internationale Besorgnis über mögliche Folgen von Kampfhandlungen in unmittelbarer Nähe zu kerntechnischen Einrichtungen.
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