Holz machen am Gewässer wird verboten: Wo das Fällen von Bäumen künftig erlaubt ist.
Neue Regeln für die Brennholzgewinnung in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem Jahr 2026 tritt in der Ukraine ein Verbot für die Brennholzgewinnung in Uferschutzzonen von Gewässern sowie auf staatlichen oder kommunalen Flächen in Kraft. Diese Neuregelung dient dem Schutz natürlicher Ökosysteme und stärkt die rechtlichen Grundlagen für den Umweltschutz.
Das Schlagen von Holz ist dann nur noch auf dem eigenen Grundstück gestattet. Entscheidend ist hierbei, dass die Uferschutzzonen, deren Breite von der Größe des Gewässers abhängt, im Eigentum des Staates oder der Gemeinden stehen. Für kleine Gewässer gilt eine Schutzzone von 25 Metern, für mittlere 50 Meter und für große 100 Meter. Jegliche Holzentnahme innerhalb dieser Bereiche ist untersagt. Diese Regelungen zielen darauf ab, sensible Ökosysteme an Gewässerrändern zu bewahren.
Was bei der Holzentnahme zu beachten ist
Auf privaten Grundstücken außerhalb von Schutzzonen dürfen Eigentümer Bäume für Brennholz fällen. Allerdings ist auch das eigenmächtige Einsammeln von liegendem Holz ohne Genehmigung rechtswidrig. Wie Oleg Kosljak betont,
„Anders verhält es sich, wenn ein Baum auf Flächen des Staatswaldes, am Straßenrand, in Parks oder auf Gemeindeland umgestürzt ist. In solchen Fällen bleibt selbst der gefallene Baum Eigentum des Staates oder der Gemeinde.“
In den geschützten Uferzonen sind nicht nur das Fällen von Bäumen verboten, sondern auch:
- der Einsatz chemischer Substanzen,
- sowie die Vermüllung dieser Gebiete.
Die Uferschutzzonen verfolgen mehrere Ziele: Sie dienen der Erholung und dem Tourismus, dem Schutz von Natur und Ökosystemen sowie dem Bau von Strukturen zum Küstenschutz. Diese Maßnahmen sollen die natürliche Umwelt für künftige Generationen bewahren und das ökologische Gleichgewicht in der Ukraine stabilisieren.
Das Verbot stellt einen wichtigen Schritt für den Umweltschutz und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen dar. Es soll der Degradation von Ökosystemen vorbeugen, die sich negativ auf die Wasserqualität und die Artenvielfalt auswirken könnte. Die Gesetzesänderung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Umweltfragen in der ukrainischen Gesetzgebung und die Notwendigkeit, natürliche Ressourcen für die Zukunft zu sichern.
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