Europa erschöpft Wasservorräte: Die Ukraine in der roten Risikozone.

Europa erschöpft Wasservorräte: Die Ukraine in der roten Risikozone
Europa erschöpft Wasservorräte: Die Ukraine in der roten Risikozone

Nach Angaben von ТСН: Wir sind es gewohnt, die Wassermenge anhand des Pegels der Flüsse oder des Regens vor dem Fenster zu bewerten, aber die tatsächliche Situation ist oft im Untergrund verborgen. Eine umfassende Studie, die über zwei Jahrzehnte andauerte, hat einen besorgniserregenden Trend aufgezeigt: Europa trocknet allmählich aus, und dieses Phänomen betrifft große Gebiete von der sonnigen Spanien bis zu den ukrainischen Steppen.

Die Methode der Wassermessung aus dem Weltraum

Wissenschaftler wandten einen ungewöhnlichen Ansatz an: Statt die Tiefe in Brunnen traditionell zu messen, nutzten sie Satellitentechnologien zur Analyse von Veränderungen im Schwerefeld der Erde.

Das Prinzip ist äußerst einfach: Wasser ist schwer. Wenn in einer Region eine große Menge Wasser vorhanden ist (in Flüssen, Seen, Böden und Grundwasser), ist die Gravitation dort etwas stärker. Wenn das Wasser abnimmt, sinkt die Schwerkraft. Die Satelliten fungieren in diesem Fall als große Waagen im Orbit, die es ermöglichen, die Wasservorräte auf dem Kontinent zu beurteilen.

Die Trockenheitskarte: Wasserverlust

Daten, die von 2002 bis 2024 gesammelt wurden, zeigen eine klare Trennung in Europa: Der Norden und Nordwesten, insbesondere Skandinavien, werden feuchter, während der Süden und Osten schnell an Feuchtigkeit verlieren.

Zur „roten Zone“, in der die Süßwasservorräte abnehmen, gehören Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Rumänien und, was wichtig ist, die Ukraine. Wissenschaftler behaupten, dass dies nicht nur ein vorübergehendes Phänomen ist, sondern Folge des Klimawandels, der zur neuen Realität geworden ist.

Warum der Regen nicht rettet

Sie könnten fragen: „Aber es regnet doch, manchmal gibt es sogar Überschwemmungen!“ Und hier liegt das Paradox. Das Klima verändert sich so, dass Niederschläge extrem werden.

Statt langanhaltender Regenfälle, die allmählich in den Boden eindringen und das Grundwasser auffüllen, erleben wir gewaltige Regenfälle. Das Wasser hat keine Zeit, in den Boden einzudringen, sondern fließt schnell in Flüsse und Meere und verursacht Überschwemmungen, ohne unsere „unterirdischen Speicher“ aufzufüllen. Die Trockenperioden zwischen diesen Regenfällen werden immer länger und heißer und verdampfen die verbleibende Feuchtigkeit.

Folgen der Erschöpfung der Wasserressourcen

Die Erschöpfung des Grundwassers ist eine ernsthafte Herausforderung. Dieses „versteckte“ Wasser unterstützt unsere Felder und dient Millionen von Menschen als Trinkwasserquelle.

  • Landwirtschaft: Die Erträge werden abhängiger von künstlicher Bewässerung, während die Wasservorräte dafür abnehmen.

  • Lebensmittelpreise: Da Südeuropa, insbesondere Spanien, der Hauptlieferant für den gesamten Kontinent ist, werden die Wasserprobleme hier die Geldbeutel aller Europäer beeinflussen.

  • Ökosysteme: Die Austrocknung der Böden verändert die Umwelt und macht sie anfällig für Brände.

Wissenschaftler warnen, dass die Klimakrise bereits eingetroffen ist. Was früher als Problem entlegener Wüstenländer galt, ist zur Realität für Europa und die Ukraine geworden. Das ist ein Signal für uns, dass wir lernen müssen, jeden Tropfen zu sparen, undichte Rohre zu reparieren, Regenwasser zu sammeln und neue Technologien im Agrarsektor einzuführen.

Wir erinnern daran, dass drei große ukrainische Städte unter Wasser verschwinden könnten. Die globale Erwärmung droht mit der Überflutung von Odessa, Mykolajiw und 75% von Holoj-Prystanj.

Angesichts dieser Daten ist es wichtig zu erkennen, wie sich die Klimaänderungen auf die Wasserressourcen Europas auswirken. Die rasche Erschöpfung der Wasservorräte wirft nicht nur in der Ukraine, sondern auf dem gesamten Kontinent Besorgnis hervor, da die Zukunft der Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit von einer angemessenen Bewirtschaftung der Wasserressourcen abhängen.


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