Kreml: Selenskyj wollte Putin treffen – doch Moskau als Ort ist für Kiew inakzeptabel.
Gegensätzliche Bedingungen für ein Gipfeltreffen
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach Angaben des Kreml-Sprechers Dmitri Peskow ein Treffen mit Wladimir Putin angeregt. Peskow erklärte, Selenskyj habe diesbezüglich am 30. Januar eine Anfrage gestellt. Der russische Präsident sei zwar grundsätzlich zu Gesprächen bereit, stelle jedoch eine klare Bedingung: Sie müssten in Moskau stattfinden.
Für die ukrainische Seite kommt ein solcher Ort nicht in Frage. Präsident Selenskyj schloss direkte Verhandlungen auf russischem oder belarussischem Territorium kategorisch aus.
„Es ist absolut unmöglich, dass ich Putin in Moskau treffe“, stellte der ukrainische Staatschef klar.Diese ablehnende Haltung zeigt, dass Kiew die von Russland diktierten Rahmenbedingungen nicht akzeptieren will.
Verwirrung um Einladungen und Standpunkte
Bereits am 28. Januar hatte der russische Präsidentenberater Juri Uschakow erklärt, Selenskyj könne nach Moskau kommen. Kreml-Sprecher Peskow dementierte jedoch anschließend, dass Putin eine formelle Einladung ausgesprochen habe. Damit bleibt die Frage eines möglichen Gipfels weiterhin ungeklärt, da beide Seiten konträre Vorstellungen von den Verhandlungsmodalitäten haben.
Der diplomatische Stillstand unterstreicht die tiefe Kluft zwischen den Positionen. Die Weigerung Kiews, auf russischem Boden zu verhandeln, signalisiert deutliches Misstrauen gegenüber den Motiven des Kremls. Eine Fortsetzung des Dialogs erscheint derzeit nur denkbar, wenn eine neutrale Plattform gefunden wird, die für beide Seiten akzeptabel ist. Historisch betrachtet waren direkte Gespräche zwischen den Staatschefs stets ein äußerst sensibles Unterfangen.
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