Zelenskyj erlässt Dekret: So sollen Sicherheitsgarantien für die Ukraine vorbereitet werden.
Präsidenten-Erlass zu internationalen Sicherheitsgarantien
Nach Angaben von TSN.ua: Mit dem Dekret Nr. 111/2026 setzt Präsident Wolodymyr Zelenskyj einen Beschluss des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (NSDR) um. Dieser sieht die Vorbereitung internationaler Abkommen über Sicherheitsgarantien für die Ukraine vor. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges mit Russland zielt dieser Schritt darauf ab, die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu stärken. Solche Garantien sind ein zentrales Element der ukrainischen Friedensdiplomatie.
Die Kontrolle über die Umsetzung des NSDR-Beschlusses wird gemäß dem Erlass dem Sekretär des Sicherheitsrates übertragen. Die ukrainischen Streitkräfte (ZSU) umfassen derzeit etwa 800.000 Soldatinnen und Soldaten – eine Zahl, die den ernsthaften Ansatz des Landes in Sicherheitsfragen unterstreicht.
Gespaltene Öffentlichkeit und zentrale Elemente der Garantien
Die ukrainische Bevölkerung ist in der Frage gespalten, ob Territorium im Austausch gegen Sicherheitsgarantien aufgegeben werden sollte. Umfragen zufolge lehnen 54% der Ukrainer einen solchen Tausch ab, während 39% ihn nur unter strikten Bedingungen in Betracht ziehen würden. Diese Haltung muss bei etwaigen Verhandlungen und Vertragsabschlüssen berücksichtigt werden.
Für die internationale Gemeinschaft kristallisieren sich im Kontext der Sicherheitsgarantien drei entscheidende Ebenen heraus:
- Eine gestärkte ukrainische Armee als zentrales Element der Landesverteidigung.
- Der Aufbau einer 'Entschlossenen Koalition' zur Unterstützung der Ukraine gegen die anhaltende Aggression.
- Die Rolle der Vereinigten Staaten von Amerika ohne direkte Truppenentsendung, um eine weitere Eskalation zu vermeiden, während sie dennoch ein wichtiger Stabilitätsfaktor in der Region bleibt.
Der Erlass des Präsidenten und der NSDR-Beschluss stellen somit einen wichtigen Schritt zur Stärkung der ukrainischen Verteidigung dar. Sie berücksichtigen sowohl die öffentliche Meinung als auch die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit in Zeiten militärischer Aggression. Bei der Umsetzung muss die Ukraine stets einen Ausgleich zwischen externen Verpflichtungen und inneren Bedürfnissen finden, um langfristige Stabilität und Sicherheit angesichts der anhaltenden Bedrohung zu gewährleisten.
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