Zelenskyj kritisiert IOC: Disqualifikation von Heraskevych ist weder friedlich noch gerecht.
Ukrainischer Präsident übt scharfe Kritik am IOC
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj hat die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) scharf verurteilt, die zur Disqualifikation des ukrainischen Sportlers Wladyslaw Heraskevych führte. Die Disqualifikation erfolgte am 12. Februar, weil Heraskevych gegen ein Verbot verstieß, indem er einen 'Gedenkhelm' trug. Damit wollte er an über 20 getötete ukrainische Sportler erinnern. Diese Entscheidung des IOC wird vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges als besonders hart empfunden.
Zelenskyjs deutliche Worte
In seinen Kommentaren zu dem Fall stellte Zelenskyj klar:
'Diese Entscheidung hat definitiv nichts mit Frieden, nichts mit Gerechtigkeit und nichts mit den Prinzipien der olympischen Bewegung zu tun.'Er betonte die Bedeutung von Erinnerung und Respekt im Sport und sagte:
'Sport darf nicht ohne Erinnerung und Respekt sein.'Der Präsident wies zudem auf politische Widersprüche hin:
- 'Politik ist es, wenn sich Russen hinter anderen Pässen verstecken und trotzdem an Wettkämpfen teilnehmen.'
- 'Politik ist es, wenn die russische Flagge dennoch bei Olympia präsent ist.'
Darüber hinaus warf Zelenskyj dem IOC vor:
'Politik ist es, wenn das Internationale Olympische Komitee die Wahrheit fürchtet und dadurch selbst Chaos provoziert.'Um seine Unterstützung für Wladyslaw Heraskevych zu bekräftigen, unterzeichnete der Präsident ein Dekret zur Verleihung des 'Ordens der Freiheit' an den Sportler. Die Winterspiele 2026 finden zwar planmäßig statt, doch die Teilnahmebedingungen für ukrainische Athleten bei internationalen Wettbewerben bleiben angespannt.
'Ich danke für die prinzipientreue Haltung', fügte Zelenskyj hinzu.
Der Vorfall verdeutlicht die anhaltende Spannung zwischen der Sportwelt und der politischen Realität der Ukraine, insbesondere im Kontext von Krieg und Verlust. Die Weigerung des IOC, das Gedenken an getötete Sportler anzuerkennen, dürfte die Debatte über Ethik und Politik im Sport weiter anheizen. Die entschlossene Unterstützung des Präsidenten und die hohe Auszeichnung für Heraskevych senden ein starkes Signal über die Werte, für die die Ukraine im Sport und darüber hinaus einsteht.
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