Nach Rücktritt: Selenskyj will Fedorow im Sicherheitsrat – Proteste in 16 Städten.

Nach Rücktritt: Selenskyj will Fedorow im Sicherheitsrat – Proteste in 16 Städten
Nach Rücktritt: Selenskyj will Fedorow im Sicherheitsrat – Proteste in 16 Städten

Ukraine: Massenproteste und Personalwechsel in der Führung

Nach Angaben von Espreso.tv: Nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister hat Präsident Wolodymyr Selenskyj Mychajlo Fedorow einen hochrangigen Posten im Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat angeboten. Dort soll er künftig die Aufsicht über Verteidigungsinnovationen übernehmen. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der in 16 ukrainischen Städten Proteste ausgebrochen sind – die Demonstranten stellen sich hinter Fedorow und fordern zugleich eine Neuausrichtung der Kriegsführung.

Am 14. Juli stimmte die Werchowna Rada für die Entlassung der Regierung von Swyrydenko. Einen Tag später, am 15. Juli, gab Mychajlo Fedorow seinen Rücktritt als Verteidigungsminister bekannt. Mit ihm verließen auch die Berater Serhij Sternenko und Serhij Beskrestnow ihre Ämter. Fedorow erklärte zudem, dass General Oleksandr Syrskyj ihm ein Ultimatum gestellt habe – dies gilt als einer der Auslöser für seinen Rückzug.

Protestwelle und mögliche Kandidaten für den Oberbefehl

Am 17. Juli versammelten sich in Kiew über 10.000 Menschen, um Fedorow zu unterstützen. Weitere Aktionen fanden in 15 anderen Städten statt, darunter auch Warschau. Die Teilnehmer forderten eine Änderung der militärischen Strategie der Ukraine. Der Abgeordnete Katschura brachte am 20. Juli eine außerordentliche Sitzung des Parlaments auf den Weg, um sowohl Oleksandr Syrskyj als auch Mychajlo Fedorow anzuhören.

Als mögliche Nachfolger für den Posten des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte werden gehandelt:

  • Mychajlo Drapatyj
  • Wolodymyr Horbatjuk
  • Oleh Apostol

Angesichts des anhaltenden Krieges betonte Oleksandr Syrskyj die Notwendigkeit, sich auf die Effektivität militärischer Operationen zu konzentrieren:

„Jetzt muss man sich auf den Krieg konzentrieren.“ – Oleksandr Syrskyj

Dmytro Kosjatynskyj bezog ebenfalls klar Stellung und sagte: „Der General muss gehen.“

Die Lage in der Ukraine bleibt angespannt: Während Proteste andauern, kommt es zu tiefgreifenden Wechseln in der militärischen Führung. Die geplante Berufung Fedorows durch den Präsidenten könnte ein wichtiger Schritt in der künftigen Verteidigungsstrategie des Landes sein.

Inmitten des fortdauernden Konflikts und wachsender gesellschaftlicher Spannungen könnten die personellen Veränderungen im Verteidigungssektor die militärische Strategie und die Schlagkraft der Armee maßgeblich beeinflussen. Die Proteste zugunsten Fedorows zeigen, wie sehr die Öffentlichkeit über die Kriegsführung besorgt ist und Reformen im Militärkommando fordert. Die nächsten Schritte des Präsidenten und seine Reaktion auf die Forderungen der Demonstranten werden nicht nur die Innenpolitik, sondern auch die Außenposition der Ukraine im Konflikt prägen.


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