Energiekrise: Zelenksyj beruft Krisenstab und kündigt Maßnahmen an.
Dringliche Lagebesprechung zur Energiesicherheit
Nach Angaben von Novyny.live: Am 15. Januar 2023 hat Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Dringlichkeitssitzung zur Energiekrise einberufen. An dem Treffen nahmen neben dem Premierminister auch weitere Regierungsmitglieder und Vertreter der Kommunen teil, um gemeinsam Lösungen zum Schutz des ukrainischen Energiesystems zu erarbeiten. Die Sitzung fand vor dem Hintergrund wiederholter russischer Angriffe auf die kritische Infrastruktur statt.
Selenskyj forderte die Einrichtung eines ständig einsatzbereiten Krisenstabs für die Hauptstadt Kiew, der die Maßnahmen im Ernstfall koordinieren soll. Zudem wandte er sich an das Innenministerium mit der Anweisung, das Netz an Unterstützungs- und Wärmestützpunkten in den Städten auszubauen – eine lebenswichtige Maßnahme für die Bevölkerung während der Energiekrise. Der Präsident betonte außerdem die Notwendigkeit, die Stromimporte zu erhöhen, um das Energiesystem zu stabilisieren.
Koordination und Schutz kritischer Anlagen
Selenskyj dankte der Stadt Charkiw für ihre verantwortungsvolle Arbeit im Energiesektor. Er kündigte zudem eine Besprechung mit dem Verteidigungsminister und dem Kommandeur der Luftstreitkräfte an, die dem Schutz von Energieanlagen gewidmet sein wird – ein entscheidender Aspekt für die Energiesicherheit des Landes. In Kiew existiert bereits ein Stab zur Beseitigung der Folgen russischer Beschüsse auf Energieinfrastruktur, was die Reaktionsbereitschaft unterstreicht.
Zum Abschluss räumte Selenskyj ein, dass Kiew am 14. Januar nicht ausreichend auf eine Energienotsituation vorbereitet gewesen sei, und äußerte die Erwartung an die Kommunen, vollständig zu kooperieren.
„Ich erwarte von den lokalen Behörden volle Zusammenarbeit und Interaktion“ - Wolodymyr SelenskyjDer Präsident verwies auch auf die „schwierige Lage in der Region Sumy“ und versicherte, dass „die Anfragen aus der Region Dnipropetrowsk in Bearbeitung“ seien. Dies zeigt die aktive Reaktion auf die regional unterschiedlichen Herausforderungen für das ukrainische Energienetz.
Die Dringlichkeitssitzung macht die prekäre Lage der ukrainischen Energieinfrastruktur im Krieg deutlich. Die geplanten Maßnahmen – von der Einrichtung von Krisenstäben über den Ausbau der Wärmepunkte bis hin zu erhöhten Stromimporten – zielen darauf ab, die Versorgung zu stabilisieren und die Bevölkerung zu schützen. Der Schutz der verbliebenen Anlagen vor weiteren Angriffen bleibt dabei eine zentrale und akute Herausforderung.
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