Zelenskyj in Davos: Forderungen nach Putin-Tribunal, Öl-Embargo und Friedensplan.
Zelenskyjs Rede beim Weltwirtschaftsforum
Nach Angaben von Novyny.live: Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am 22. Januar 2023 deutliche Worte gefunden. Er kritisierte das Ausbleiben eines internationalen Tribunals für Wladimir Putin wegen des russischen Angriffskrieges. Nach vier Jahren Krieg stehe der Kreml-Chef nicht vor Gericht, sondern kämpfe weiter um seine Vermögenswerte, so Selenskyj. Der Präsident betonte die anhaltende Bedrohung: Russland produziere täglich etwa 500 Drohnen und Dutzende ballistische Raketen. Für den 23. Januar kündigte er ein trilaterales Treffen der Ukraine, der USA und Russlands in den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Zur Beendigung des Krieges lägen die entsprechenden Dokumente bereits weitgehend vor, fügte Selenskyj hinzu.
Europas Sicherheit und der Appell zum Handeln
Der ukrainische Staatschef warnte eindringlich vor den Sicherheitsrisiken für Europa. Er stellte die Frage, wer zur Verantwortung gezogen werden solle, sollte Putin die Litauen annektieren oder Polen angreifen. Als konkrete Maßnahme forderte Selenskyj die entschädigungslose Beschlagnahmung russischen Öls. Die Erlöse daraus sollten Europa zugutekommen, um die eigene Sicherheit zu finanzieren. Seine Botschaft war klar: Die Finanzströme des Aggressors müssen unterbunden werden.
„Kein Geld für Putin bedeutet keinen Krieg für Europa. Wenn Europa über Mittel verfügt, kann es seine Bevölkerung schützen.“ – Wolodymyr Selenskyj
Für die Zeit nach dem Krieg kündigte Selenskyj den Beitritt der Ukraine zu einem ‚Friedensrat‘ an. Seine Rede in Davos unterstrich die Dringlichkeit internationaler Unterstützung und die ukrainische Bereitschaft zu künftigen Verhandlungen. Die anhaltende russische Rüstungsproduktion und das Fehlen eines Tribunal-Fortschritts zeigen die enormen Herausforderungen, die nicht nur die Ukraine, sondern der gesamte Kontinent bewältigen muss. Ein entschlossenes Vorgehen gegen die Kriegsfinanzierung Moskaus durch ein Ölembargo könnte daher ein entscheidender Schritt sein. Internationale Solidarität und Dialogbereitschaft bleiben die Schlüssel für eine friedliche Lösung.
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