Zum Jahrestag des Kriegsbeginns: Was Selenskyj in seiner Ansprache an die Nation sagte.
Die Rede des Präsidenten
Nach Angaben von Novyny.live: Zum zweiten Jahrestag der russischen Invasion wandte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an die Nation. Er würdigte den Mut der Ukrainer im Verteidigungskampf und benannte die schweren Herausforderungen der vergangenen Jahre. In seiner Ansprache erinnerte Selenskyj auch an ein Telefonat mit US-Präsident Joe Biden zu Kriegsbeginn – ein Schlüsselmoment für die internationale Unterstützung der Ukraine. Solche Solidaritätsbekundungen waren in den ersten, ungewissen Tagen von existenzieller Bedeutung.
Erstmals zeigte Selenskyj den geheimen Bunker in der Bankowa-Straße, in dem zuvor Regierungsbesprechungen stattfanden. Dieser symbolische Ort war Zeuge zahlreicher historischer Entscheidungen. Der Präsident stellte klar, dass Wladimir Putin seine Ziele in vier Kriegsjahren nicht erreicht habe, und betonte:
„Putin ist dieser Krieg“.
Gleichzeitig rief er zur Einheit und Standhaftigkeit auf und machte unmissverständlich klar:
„Man kann das nicht hergeben, nicht vergessen, nicht verraten“.
Wie die Ukraine im Krieg tapferer, stärker und widerstandsfähiger wurde
Selenskyj nannte die Rückeroberung der Städte Balaklija, Isjum, Kupjansk und Cherson als Symbole des Kampfes und der Ausdauer seines Volkes. Zudem verwies er auf die heimische Produktionskapazität von über drei Millionen FPV-Drohnen pro Jahr – ein Beleg für den enormen Fortschritt in der Militärtechnologie und die wachsende Eigenversorgung der Ukraine.
Selenskyj äußerte die Erwartung, dass Donald Trump die Ukraine besuchen werde, und hofft auf weitere Unterstützung durch internationale Partner. Er betonte den Wunsch seines Landes nach einem gerechten Frieden und rief dazu auf, den Kampf für Unabhängigkeit und territoriale Integrität fortzusetzen. Der Präsident unterstrich die dringende Notwendigkeit militärischer Hilfe mit den deutlichen Worten:
„Ich brauche Waffen, kein Taxi“. Diese Aussage spiegelt die akuten Bedürfnisse der Ukraine im Kriegsalltag wider.
Die Jahrestagsansprache von Präsident Selenskyj unterstreicht nicht nur die Bedeutung des nationalen Zusammenhalts, sondern auch die Fortschritte der Ukraine unter Kriegsbedingungen. Indem er die Befreiung wichtiger Städte und die Entwicklung militärischer Fähigkeiten hervorhebt, will er den Durchhaltewillen der Bevölkerung stärken. Der gleichzeitige Appell für weitere internationale Hilfe zeigt jedoch, dass die Lage weiterhin angespannt ist und das Land auf fortwährende Unterstützung angewiesen bleibt, um seine Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten.
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