Abgeordneter fordert Überprüfung einer einflussreichen Person auf Russland-Kontakte – Reaktion des Sicherheitsdienstes.
Vorstoß von Jaroslaw Schelesnjak beim ukrainischen Sicherheitsdienst
Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische Abgeordnete Jaroslaw Schelesnjak hat den Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) aufgefordert, die Verbindungen von Weronika Anikijewytsch zu Russland zu untersuchen. Sie war früher Beraterin des Leiters des Präsidialamtes, Andrij Jermak. Im Raum steht der Verdacht, dass russische Geheimdienste Einfluss auf Personalentscheidungen in der Ukraine genommen haben könnten. Der Vorstoß erfolgte bereits vor zwei Wochen.
Antwort des SBU und Einschätzung von Schelesnjak
Der SBU erklärte auf die Anfrage von Schelesnjak, es lägen keine Informationen über Verbindungen von Anikijewytsch zu Vertretern russischer Geheimdienste, insbesondere dem FSB, vor. In der offiziellen Stellungnahme heißt es:
„Wir teilen mit, dass Informationen über mögliche Verbindungen der genannten Person zu Vertretern russischer Geheimdienste sowie über einen möglichen Einfluss des Aggressorstaates auf ihre Tätigkeit beim Sicherheitsdienst der Ukraine nicht vorliegen.“ – Sicherheitsdienst der Ukraine.
Zu dieser Antwort äußerte sich Jaroslaw Schelesnjak wie folgt:
„Was das konkret bedeutet, ist nicht wirklich klar.“ – Jaroslaw Schelesnjak.
Die Initiative von Schelesnjak zeigt die anhaltende Besorgnis über mögliche russische Einflussnahmen auf Personalentscheidungen in der Ukraine. Dies ist besonders vor dem Hintergrund des andauernden Krieges und der verschärften Spannungen mit dem Aggressorstaat relevant. Dass der SBU keine belastbaren Hinweise findet, könnte bedeuten, dass es derzeit keine Grundlage für weitere Ermittlungen gibt. Dennoch bleibt die Frage des Vertrauens in staatliche Institutionen ein zentraler Punkt der politischen Lage im Land.
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