USA im Griff des Eises: Dutzende Tote und Stromausfälle in Millionenhöhe.
Schneechaos an der US-Ostküste
Nach Angaben von TSN.ua: Ein massiver Wintereinbruch hat den Nordosten der USA lahmgelegt. Die Bilanz ist verheerend: Mehr als 30 Menschen kamen ums Leben, und in 17 Bundesstaaten sowie dem District of Columbia wurde der Notstand ausgerufen. Von den extremen Wetterbedingungen waren mindestens 180 Millionen Menschen in 37 Bundesstaaten betroffen. Während in Texas die Temperaturen auf bis zu -20°C fielen, wurde im Lewis County mit -45°C ein neuer Kälterekord gemessen.
Chaos durch Schnee und Eis
Die Schneemengen waren enorm: In New Mexico türmte sich der Schnee 78 cm hoch, nördlich von Pittsburgh waren es bis zu 50 cm. Die Folge für die Infrastruktur: Über 810.000 Haushalte saßen im Dunkeln. Besonders betroffen waren Tennessee mit 250.000 Stromausfällen, Mississippi mit fast 161.000 und Louisiana mit über 126.000 betroffenen Haushalten. Solche Extremwetterereignisse stellen die Stromnetze in den USA regelmäßig auf eine harte Probe.
- Am 25. Januar wurden über 14.500 Flüge gestrichen.
- Weitere 5.500 Flüge wurden stark verspätet.
Damit war es der tag mit den meisten Flugausfällen in den USA seit der COVID-Pandemie.
Experten warnen vor einer anhaltenden Kältephase: "Der Sturm zieht zwar langsam von der Ostküste ab und hinterlässt nur noch vereinzelte Schneeschauer. Doch die größte Gefahr ist die extreme Kälte, die uns wohl bis Anfang Februar erhalten bleibt", so die Meteorologin Allison Santorelli.
In South Dakota rief Gouverneurin Kristi Noem die Bevölkerung angesichts der lebensgefährlichen Temperaturen dazu auf, zu Hause zu bleiben. Die Lage im Land bleibt angespannt, die Behörden arbeiten unter Hochdruck an der Bewältigung der Krise.
Dieser Wintersturm gilt als einer der folgenschwersten der letzten Jahre und offenbarte erneut die Anfälligkeit kritischer Infrastrukturen. Versorgungsunternehmen und Behörden konzentrieren sich nun auf die Wiederherstellung der Stromversorgung und den Schutz der Bevölkerung. Da die frostigen Temperaturen voraussichtlich noch mehrere Tage anhalten, raten die Behörden weiterhin zur Vorsicht und empfehlen, die aktuellen Warnungen genau zu verfolgen.
Lesen Sie auch
- Anwältin fordert 17.000 Euro Bußgeld und Haft für Temposünder
- Unwetter und Temperatursturz: So wird das Wetter am 12. Juni in der Ukraine
- Falschmeldung widerlegt: Keine Zwangsevakuierung in der Gemeinde Tschuhujiw
- Angriff auf Bahnbetriebswerk in der Region Sumy: Eine Mitarbeiterin getötet, vier weitere verletzt
- Zwölf Kilogramm Sprengstoff sichergestellt: mutmaßlicher FSB-Agent in Charkiw festgenommen
- Mitarbeiterin der Staatsbahn bei Drohnenangriff auf Konotop getötet – vier Verletzte

