Salome Surabischwili überrascht: Georgiens Haltung zur Ukraine kippt nach anfänglicher Unterstützung.
Das Verhältnis zwischen der Ukraine und Georgien
Nach Angaben von Novyny.live: Die Beziehungen zwischen der Ukraine und Georgien sind von einer langen Tradition gegenseitiger Hilfe geprägt, insbesondere in Zeiten militärischer Konflikte. Salome Surabischwili, die fünfte Präsidentin Georgiens, hob die Unterstützung Georgiens für die Ukraine hervor, wies aber auch auf Spannungen in den politischen Beziehungen beider Länder hin. Sie betonte, dass ein solcher Kurswechsel für die georgische Gesellschaft, die aktiv Präsident Selenskyj und die Ukraine unterstützt habe, überraschend komme.
Historische Wurzeln und aktuelle Herausforderungen
Bereits 1993 begann die Zusammenarbeit mit einer einzigartigen Evakuierungsaktion für Zivilisten in Georgien. Im August 2008, während der russischen Aggression, stellte sich die Ukraine an die Seite Georgiens. 2014 wurde in Georgien eine Legion zur Unterstützung der Ukraine aufgestellt, von der rund 100 Freiwillige in der Ukraine gefallen sind. Diese Ereignisse unterstreichen die enge Verbundenheit beider Länder, die sich in schweren Zeiten weiterhin beistehen.
Erst kürzlich traf Wolodymyr Selenskyj auf dem Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Jerewan mit dem georgischen Premierminister Irakli Kobachidse zusammen. Dieses Treffen war ein wichtiger Schritt für die bilateralen Beziehungen. Allerdings, so Surabischwili, äußerten der Parlamentspräsident und andere Führer des „Georgischen Traums“ offene Kritik an der Europäischen Union, vermieden jedoch jede Kritik an Russland.
In Georgien gibt es anhaltende Proteste gegen neue Gesetze. Surabischwili erklärte, dass man Proteste nicht an der Teilnehmerzahl messen dürfe, sondern an ihrer Beständigkeit und Dauer. Sie äußerte zudem die Überzeugung, dass nach einem Sieg der Ukraine und einem Sieg Georgiens in ihrem jeweiligen Kampf die Beziehungen zwischen beiden Ländern hervorragend sein würden. Gleichzeitig wies die Präsidentin auf ihre stark eingeschränkten Befugnisse hin, die sowohl die innenpolitische Lage als auch die Außenpolitik beeinflussen könnten.
„Proteste lassen sich nicht an der Zahl der Menschen messen, sondern an ihrer Widerstandsfähigkeit und Dauer.“ – Salome Surabischwili
Trotz politischer Hürden, vor denen beide Staaten stehen, bleibt die gegenseitige Unterstützung zwischen der Ukraine und Georgien ein zentrales Element ihrer Beziehungen. Die tief verwurzelte historische Verbindung besteht auch angesichts moderner Herausforderungen wie dem Einfluss der russischen Aggression fort. Beide Länder kämpfen mit innenpolitischen Problemen, die ihre Außenbeziehungen beeinflussen können. Ihre Solidarität in Kriegszeiten zeigt die Stärke der Bindung, verdeutlicht aber auch die Komplexität politischer Prozesse, die die künftige Dynamik der Zusammenarbeit verändern könnten.
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