Kältealarm in Kiew: 13 Tage ohne Heizung – Wohnungen kühlen auf zwei Grad ab.

Kältealarm in Kiew: 13 Tage ohne Heizung – Wohnungen kühlen auf zwei Grad ab
Kältealarm in Kiew: 13 Tage ohne Heizung – Wohnungen kühlen auf zwei Grad ab

Heizungsausfall in Kiewer Wohnblock

Nach Angaben von TSN.ua: Seit 13 Tagen herrscht in einem Hochhaus am Rusanivka-Ufer in Kiew eisige Kälte. Die Temperaturen in den Wohnungen sind auf nur noch zwei Grad Celsius gesunken. Das Gebäude mit 384 Wohnungen am Igor-Shamo-Boulevard 14 im Rajon Dnipro beherbergt viele ältere Menschen und Kinder, die unter den frostigen Bedingungen besonders leiden. Die anhaltende Situation wird für die Bewohner zunehmend kritisch.

In den Wohnungen werden derzeit nur noch zwei bis fünf Grad gemessen – ein Zustand, der gesundheitsgefährdend ist. Die Probleme sind kein Einzelfall: Aktuell sind in der ukrainischen Hauptstadt insgesamt 2600 Gebäude ohne Wärmeversorgung. Die Bewohner des betroffenen Hauses zeigen sich empört und besorgt über die ausweglos erscheinende Lage.

Vsevolod Sevastyanov, Bewohner: '13 Tage ohne Heizung, zwei Grad in der Wohnung. Alles ist eiskalt. Im Haus sind 384 Wohnungen, Kinder, viele ältere Menschen.'

Zusätzlich zur Heizung ist auch die Wasserversorgung betroffen. 'Das Wasser wird aus allen Steigleitungen abgelassen, weil es in den Rohren friert und sie zum Platzen bringt', erklärt Sevastyanov. Er befürchtet zudem, dass ihr Gebäude nicht als 'kritischer Fall' eingestuft und kein Notstromaggregat bereitgestellt wird, aus Sorge, das Stromnetz könne überlastet werden.

Ursachen und Folgen des Ausfalls

Laut Vadym Panov ist der Heizungsausfall am Igor-Shamo-Boulevard eine direkte Folge mehrerer russischer Angriffe auf die Infrastruktur, die die Reparaturarbeiten erheblich erschweren. Die Lage erfordert dringend eine Lösung, da mit jedem Tag das Gesundheitsrisiko für die Bewohner, insbesondere für die vulnerablen Gruppen, steigt. Der Winter in der Ukraine verschärft solche Versorgungskrisen zusätzlich.

Die Situation in dem Hochhaus am Rusanivka-Ufer ist ein Beispiel für die gravierenden Folgen der Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Sie unterstreicht, wie dringend die Stadtverwaltung und die zuständigen Dienste auf solche Notlagen reagieren müssen. Es bedarf schneller Maßnahmen, um die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung, besonders in der kalten Jahreszeit, zu gewährleisten.


Lesen Sie auch

Werbung