155 Jahre Lesja Ukrajinka: Wie Krankheit das Genie einer Dichterin prägte.

155 Jahre Lesja Ukrajinka: Wie Krankheit das Genie einer Dichterin prägte
155 Jahre Lesja Ukrajinka: Wie Krankheit das Genie einer Dichterin prägte

Das Leben und Werk von Lesja Ukrajinka

Nach Angaben von Novyny.live: Am 25. Februar 2026 jährt sich der Geburtstag der ukrainischen Dichterin Lesja Ukrajinka zum 155. Mal. Sie zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der ukrainischen Literatur. Unter ihrem bürgerlichen Namen Larissa Kossatsch-Kwitka wurde sie am 25. Februar 1871 in Nowohrad-Wolynskyj, dem heutigen Swjahel in der Oblast Schytomyr, geboren. Ihre Mutter, die Schriftstellerin Olena Ptschilka, und ihr Vater Petro Kossatsch erzogen ihre Tochter in einem kreativen Umfeld, das die Liebe zur Literatur weckte.

Ihr Lebensweg war von schweren gesundheitlichen Prüfungen gezeichnet. Bereits 1881 erkrankte sie schwer an Knochentuberkulose. 1883 folgte eine Operation, bei der Teile der Knochen ihres linken Arms entfernt wurden. Trotz dieser widrigen Umstände erschienen bereits 1884 in der Lemberger Zeitschrift 'Soria' ihre ersten Gedichte, die sofort die Aufmerksamkeit des Lesepublikums erregten. Ihre Krankheit zwang sie zu langen Ruhephasen, die sie intensiv zum Lesen und Schreiben nutzte.

Ein unschätzbarer Beitrag zur ukrainischen Literatur

Lesja Ukrajinka hat der ukrainischen Literatur ein einzigartiges Erbe hinterlassen. Zu ihren bekanntesten Werken gehören:

  • Das Waldlied (Lissowa písnia)
  • Die Bojarin (Bojárynia)
  • Kassandra
  • Contra spem spero!

Die Dichterin wurde zu einem Symbol der nationalen Kultur und des Kampfes für Frauenrechte. 1907 heiratete sie Klyment Kwitka, doch ihr Privatleben war auch von Tragödien überschattet. Der Tod ihres engen Freundes Serhij Merschynskyj im Jahr 1901 traf sie zutiefst.

Lesja Ukrajinka starb am 1. August 1913 in Surami in Georgien im Alter von nur 42 Jahren. Ihr Werk jedoch ist unsterblich und wird in Schulen und Universitäten studiert. Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Baikowe-Friedhof in Kiew, wo ihr Andenken bis heute hoch in Ehren gehalten wird. Der 155. Geburtstag ist ein weiterer Anlass, ihren immensen Beitrag zur ukrainischen Kultur und Literatur zu würdigen.

Die Ehrung Lesja Ukrajinkas ist ein wichtiger Baustein für die nationale Identität und das kulturelle Erbe der Ukraine. Ihr Schaffen spiegelt nicht nur tiefe persönliche Erfahrungen wider, sondern ist auch ein zeitloser Aufruf zum Kampf für Rechte und Freiheiten. Dieses Jubiläum kann neue kulturelle Initiativen und Veranstaltungen anstoßen, die die ukrainische Literatur populär machen und die Bedeutung weiblicher Stimmen in der Kunst unterstreichen. So bleibt das Gedächtnis an Lesja Ukrajinka lebendig und relevant im modernen kulturellen Leben der Ukraine.


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