Lehrerin in der Ukraine wegen Russisch im Unterricht mit Geldstrafe belegt.

Lehrerin in der Ukraine wegen Russisch im Unterricht mit Geldstrafe belegt
Lehrerin in der Ukraine wegen Russisch im Unterricht mit Geldstrafe belegt

Verstoß gegen das Sprachengesetz in der Ukraine

Nach Angaben von Espreso.tv: In der Ukraine wurde eine Lehrerin zu einer Geldstrafe verurteilt, nachdem sie während des Unterrichts gegen das Sprachengesetz verstoßen hatte. Der Vorfall ereignete sich im Rahmen einer staatlichen Kontrolle, die von Ihor Spiridonov, einem Vertreter der Sprachbeauftragten, durchgeführt wurde. Auslöser war eine Beschwerde des Vaters eines Erstklässlers, der selbst Veteran des russisch-ukrainischen Krieges ist. Die Überprüfung bestätigte den Verstoß gegen Artikel 21 des Gesetzes, der vorschreibt, dass der Unterricht ausschließlich auf Ukrainisch stattfinden darf.

Die Pädagogin räumte ein, während des Unterrichts die Sprache des Aggressorstaates verwendet zu haben. Daraufhin verhängte die Beauftragte für den Schutz der Staatssprache ein Bußgeld, das die Lehrerin noch am selben Tag beglich. Der betroffene Artikel des ukrainischen Gesetzes 'Über die Gewährleistung des Funktionierens der ukrainischen Sprache als Staatssprache' verlangt, dass Bildungseinrichtungen ihre Prozesse ausschließlich in der Amtssprache durchführen.

Bedeutung der Einhaltung des Sprachengesetzes

Ihor Spiridonov betonte, dass

„die Verwendung der Sprache des Aggressorstaates, insbesondere im Bildungsbereich, einen groben und inakzeptablen Verstoß gegen die Gesetzgebung darstellt“
und fügte hinzu, dass
„Erstklässler ihre sprachlichen Rechte nicht vor Erwachsenen verteidigen müssen“
. Die Sicherstellung des Unterrichts in der Staatssprache ist eine Pflicht der Bildungseinrichtung, ihrer Verwaltung und des Lehrpersonals.

Im Sekretariat der Sprachbeauftragten gingen im ersten Halbjahr 2026 rund 1.500 Beschwerden und Meldungen über Verstöße gegen das Sprachengesetz ein, wovon 34 Prozent aus Kiew stammten. Dieser Fall verdeutlicht, wie streng die Behörden inzwischen gegen Verstöße vorgehen, besonders in Schulen.

Der Vorfall unterstreicht die Wichtigkeit der Einhaltung des Sprachengesetzes in der Ukraine, insbesondere im schulischen Umfeld. In Zeiten von Krieg und nationaler Identitätsfindung gewinnt die Staatssprache noch mehr an Bedeutung. Selbst Verstöße auf der Ebene einzelner Schulen können ernste gesellschaftliche Folgen haben, da sie die sprachliche Kultur und Identität der jungen Generation beeinflussen.


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