18. Dezember: Tag des heiligen Sebastian, Volkszeichen und was man unbedingt nicht tun sollte.
Nach Angaben von ТСН: Am Morgen des 18. Dezember gedenkt der orthodoxe Kalender des Gedenktages des heiligen Märtyrers Sebastian und seiner Frau. Der heilige Märtyrer Sebastian lebte im 3. Jahrhundert während der grausamen Verfolgungen der Christen unter den Kaisern Diokletian und Maximian. Sein Ursprung wird mit Narbonne in Gallien oder Mediolanum in Verbindung gebracht, aber es ist bekannt, dass er im christlichen Glauben erzogen wurde und eine erfolgreiche Karriere im römischen Militär machte. Sebastian wurde Offizier der Prätorianergarde und gehörte zum engsten Umfeld des Kaiserhofs, wobei er seinen Glauben lange Zeit verbarg. Er nutzte seine Position, um verhaftete Christen heimlich zu unterstützen, besuchte sie im Gefängnis, stärkte sie im Glauben und bereitete sie auf martyria vor.
Das Heer des Sebastian
Ein besonderes Kapitel in seinem Leben ist das sogenannte „Heer des Sebastian“. Während er unter den Soldaten war, führte er seine Untergebenen und Freunde zum Christentum und überzeugte sie, dass der Dienst am Imperium nicht über der Treue zu Christus stehen kann. Der kirchlichen Überlieferung nach ließen sich viele Soldaten dank seiner Predigt taufen; darunter erwähnt man die Brüder Märtyrer Mark und Marcellian, den Gefängniswärter Kastulus und andere Soldaten und Mitglieder ihrer Familien, die später ebenfalls Opfer von Verfolgungen wurden und für den Glauben starben.
Der Tod des Heiligen
Als der Kaiser erfuhr, dass sein enger Offizier ein Christ ist, befahl er heimlich, Sebastian hinzurichten, um öffentliche Aufmerksamkeit zu vermeiden. Der Heilige wurde an einen Baum oder Pfahl gebunden und mit Pfeilen durchbohrt, wobei man ihn für tot hielt. Dieser Vorfall machte Sebastian zu einem der bekanntesten Heiligen in der christlichen Kunst.
Zeichen am 18. Dezember
Ein frostiger Tag am 18. Dezember deutet auf einen kalten Januar hin.
Fällt der Schnee am Morgen – wird lange liegen bleiben.
Ein nebliger Tag – das Jahr verspricht Regen und viel Wasser.
Was man morgen nicht tun sollte
In der Antike wurde angenommen, dass sich an diesem Tag unheilige Kräfte umhertrieben, weshalb man Messer und scharfe Gegenstände verstecken sollte und sie nicht sichtbar lassen sollte. Essensreste wurden nicht weggeworfen – man glaubte, dass damit auch das Glück aus dem Haus gehen könnte. Außerdem war es streng verboten, Geld zu leihen oder zu geben, da dies den ganzen Jahr einen Schatten werfen könnte, was es voller finanzieller Schwierigkeiten machte.
Was man morgen tun kann
Gemäß den Volksglauben, um Wohlstand ins Haus zu ziehen, wurde geraten, an diesem Tag einen neuen Besen zu kaufen, ihn mit einem roten Band zu binden und in die Ecke des Hauses zu stellen. Es existiert auch ein Aberglaube: Wenn man heute niesen sollte, verspricht das nächste Jahr Glück und Erfolg.
Der Gedenktag des heiligen Sebastian hat nicht nur große Bedeutung für Christen, sondern ist auch mit Traditionen verbunden, die bis in die Antike zurückreichen. Zeichen, die aus Naturbeobachtungen hervorgegangen sind, spielen bis heute eine wichtige Rolle im Leben der Menschen, indem sie helfen, sich auf das kommende Jahr vorzubereiten. Diese Bräuche spiegeln tiefen Respekt vor der Natur und die Kultur der Vorfahren wider.
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