Ab 3. März: Diese Regionen sind von stundenweisen Stromausfällen betroffen.
Stundenpläne für Stromabschaltungen in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Ab dem 3. März führt die Ukraine stundenweise Stromabschaltungen ein. Diese Notmaßnahme ist eine direkte Folge der massiven Schäden an Kraftwerken durch russische Angriffe, die zu einer kritischen Unterversorgung geführt haben. Um einen landesweiten Blackout zu verhindern, sind die Energiekonzerne zu diesem drastischen Schritt gezwungen.
Allein in Kiew wurden für die Umsetzung 60 Verbrauchergruppen gebildet. Jede Gruppe ist festen Zeitfenstern zugeordnet, in denen der Strom abgeschaltet wird. Der vorläufige Zeitplan für die Hauptstadt sieht beispielsweise so aus:
- Gruppe 1 — von 16:00 bis 18:00 Uhr
- Gruppe 2 — von 08:00 bis 10:30 Uhr und von 18:00 bis 20:00 Uhr
- Gruppe 3 — keine Abschaltungen
- Gruppe 4 — von 08:00 bis 12:00 Uhr
- Gruppe 5 — von 17:30 bis 20:00 Uhr
- usw. für alle 60 Gruppen.
Betroffene Regionen im Überblick
Neben der Hauptstadt sind auch folgende Oblaste von den geplanten Abschaltungen betroffen:
- Kyjiw
- Odessa
- Winnyzja
- Sumy
- Saporischschja
- Poltawa
- Tscherkassy
- Tschernihiw
- Kirowohrad
Keine planmäßigen Stromsperren sind dagegen vorerst in den westlichen Oblasten Ternopil, Iwano-Frankiwsk, Transkarpatien, Wolhynien, Lwiw, Riwne, Chmelnyzkyj, Winnyzja und Tscherniwzi vorgesehen. Diese regionale Ungleichverteilung spiegelt die unterschiedliche Betroffenheit der Infrastruktur wider.
Die Dimension der Zerstörung wird an den gewaltigen geschätzten Wiederaufbaukosten von etwa 90,6 Milliarden US-Dollar deutlich. Diese Summe unterstreicht, dass die aktuellen Abschaltungen nur eine vorübergehende Krisenlösung sein können. Die langfristige Stabilisierung der Energieversorgung bleibt eine enorme Herausforderung für das kriegsgebeutelte Land.
Die Einführung der stundenweisen Blackouts ist eine unmittelbare Reaktion auf den akuten Notstand im Energiesektor. Ziel ist es, durch eine gesteuerte Lastverteilung das Netz vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Die Regierung steht nun vor der zweifachen Aufgabe, die akute Versorgungskrise zu managen und gleichzeitig die zerstörte Infrastruktur mit immensem finanziellen Aufwand wiederaufzubauen – eine Investition, die über die Zukunftsfähigkeit der gesamten Ukraine entscheidet.
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