4. Dezember: Der Tag der heiligen Barbara und das Verbot für Männer, das nicht gebrochen werden darf.
Nach Angaben von ТСН: Morgen, am 4. Dezember, ist im orthodoxen Kalender der Gedenktag der heiligen Großmärtyrerin Barbara. Barbara lebte etwa im III–IV Jahrhundert in Nikomedia (das heutige Türkei). Ihr Vater, Dioskor, war ein wohlhabender Heidnischer, der versuchte, seine Tochter von der Welt zu isolieren, indem er einen hohen Turm für sie baute, damit sie keinen Kontakt mit Fremden hatte und nicht den Einfluss fremder religiöser Lehren ausgesetzt war.
Doch Barbara, als sie die Berufung zu Christus hörte, nahm heimlich die Taufe an und widmete ihr Leben dem Dienst Gottes. Als ihr Vater von ihrem Glauben erfuhr, wurde er wütend. Nach verschiedenen Überlieferungen gab Dioskor Barbara an den römischen Statthalter oder führte sie vor Gericht. Trotz aller Drohungen und Folter blieb sie treu und stärkte ihre Peiniger durch das Gebet.
Die Heilige erlitt grausame Folter, hielt jedoch mit Mut und Gnade stand. Schließlich wurde sie von ihrem eigenen Vater hingerichtet, und der Legende nach starb er danach durch einen Blitzschlag, was die göttliche Strafe für seine Grausamkeit symbolisiert.
Die heilige Barbara wurde nicht nur wegen ihres Todes, sondern auch wegen ihrer geistigen Willensstärke, unerschütterlichen Glaubens und Bereitschaft zur Selbstaufopferung für Christus zur Großmärtyrerin. Sie wird als Schutzpatronin derjenigen verehrt, die mit Feuer arbeiten, von Bauarbeitern, Artilleristen, Bergleuten und allen, die plötzlichen Gefahren ausgesetzt sind, da sie laut Überlieferung Menschen vor Blitz und Feuer rettete.
Kirchliches Fest am 4. Dezember – Gedenktag des heiligen Johannes von Damaszacus
Johannes von Damaszacus wurde etwa 675–680 in der Stadt Damaskus (das heutige Syrien) in eine angesehene christliche Familie geboren. Sein Vater, Sergius Mansur, war ein geschätzter Beamter am Hof des muslimischen Kalifats und hatte großen Einfluss.
Die Ausbildung von Johannes und seinem Bruder Kosmas, der als Waise blieb, wurde einem erfahrenen Mönch und Wissenschaftler aus Kalabrien – Kosmas von Kalabrien – anvertraut. Unter seiner Anleitung erhielt Johannes eine umfassende Bildung, beherrschte Philosophie, Rhetorik, Wissenschaften und Theologie.
Nach dem Tod seines Vaters erbte Johannes dessen Pflichten, blieb jedoch im weltlichen Stand und bekleidete Ämter als Staatsbeamter und Stadtpräfekt. Indem er eine Berufung ins geistliche Leben verspürte, trat er um 700 in das Kloster Mar Sabas (in der Nähe von Jerusalem) ein und widmete sich dem Gebet, der Theologie, dem Schreiben und der geistlichen Arbeit.
Im Kloster erhielt er den Rang eines Priesters und lebte nach der Regel der Mönche, indem er viele theologische Traktate, Hymnen und Predigten verfasste, die ihn zu einem der produktivsten Autoren der frühen Christlichen Kirche machten.
Sein theologisches Erbe spielte eine wichtige Rolle in den Auseinandersetzungen über die Ikonen. Nach seinem Tod wurde er auf dem Konzil der Ikonoklasten (754) verurteilt, aber auf dem Zweiten Nizänischen Konzil (787) wurden seine Positionen rehabilitiert, und die Verehrung der Ikonen wurde als legitim anerkannt, was einen großen Erfolg für die Orthodoxie darstellte. Heiliger Johannes von Damaszacus starb etwa zwischen 749 und 754.
Wetterzeichen am 4. Dezember
Ein klarer Himmel am 4. Dezember – zu einem frostigen und schneereichen Winter.
Schnee oder Reif auf den Bäumen – verspricht einen frühen, strengen Winter.
Nebel am 4. Dezember – weist auf mögliche Tauwetter oder einen regnerischen Winter hin.
Was man morgen nicht machen sollte
An diesem Tag gibt es bestimmte Verbote. Frauen wird geraten, Auseinandersetzungen mit Schwiegermüttern zu vermeiden und Handarbeiten aufzuschieben, da die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen besteht. Das größte Verbot betrifft Männer: Sie sollten sich nicht mit ihren Frauen streiten, denn dem Aberglauben nach wird ihr Körper mit Schmerzen reagieren – es kann zu Unbehagen im Bauch oder Schmerzen in den Gelenken kommen.
Was man morgen machen kann
Die heilige Barbara von Illyrik wird als Schutzpatronin der Frauen verehrt. An diesem Tag wenden sich die Orthodoxen in Gebeten an die heilige Barbara und bitten um die Gabe der Fruchtbarkeit und den Schutz der Kinder vor Krankheiten. Die heilige Barbara schützt vor plötzlichem und gewaltsamem Tod und hilft, familiäre Auseinandersetzungen zu lösen, und bringt Harmonie, Frieden und Wohlstand ins Haus.
Der Gedenktag der heiligen Barbara ist ein besonderer Moment für viele Gläubige, die sich in dieser Zeit in Gebeten vereinen und um ihre Fürbitte bitten. Jedes Jahr erinnert dieser Tag an die Bedeutung des Glaubens, der Selbstaufopferung und der geistigen Stärke. Mit dem Kalender der Heiligen sind viele Traditionen und Rituale verbunden, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und diesem Datum eine besondere Bedeutung verleihen.
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