Der Ausnahmezustand und die Mobilisierung wurden bis Mai verlängert: Was bedeutet das?.
Nach Angaben von ТСН: In der Ukraine plant man, den Ausnahmezustand und die Mobilisierung um weitere 90 Tage bis Mai zu verlängern. Der Präsident der Ukraine, Wladimir Selenskyj, hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf an die Werchowna Rada übermittelt. Dies weist darauf hin, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine zumindest in der ersten Hälfte des Jahres 2026 nicht enden wird.
Der militärische Experte und ehemalige Mitarbeiter des SBU Ivan Stupak kommentierte, warum die Fristen für die Verlängerung des Ausnahmezustands und der Mobilisierung kurzfristig bleiben. Er merkte an:
„Der Ausnahmezustand wird in kleinen 'Stößen' um 90 Tage verlängert, und nicht, zum Beispiel, um 2 Jahre, um auf die Situation zu schauen. Der Krieg kann schnell enden, kann aber auch bis zum Ende des Jahres andauern.“
Stupak äußerte auch die Auffassung, dass, wenn sich die Situation mit Wladimir Putin ändern sollte, der Krieg in eine ganz andere Richtung gehen könnte.
Der Krieg gegen die Ukraine: Es gibt noch viele Ressourcen
Stupak verwies auf öffentliche Daten und stellte fest, dass die russischen Streitkräfte ungefähr 10-12 Kampfjets pro Jahr produzieren können. Er kritisierte diese Zahlen und sagte:
„Die Zahlen der Analysten sind groß, aber es gibt keine Überprüfung.“
Der Experte ist jedoch der Meinung, dass es mehrere Umstände gibt, die auf Russland drücken und es zwingen, die Möglichkeit von Verhandlungen mit den Amerikanern in Betracht zu ziehen. Seinen Worten zufolge:
„Möglicherweise gibt es eine Art Müdigkeit, die wir bisher nicht sehen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie Statistiken haben, die zeigen, dass zum Beispiel in den nächsten 3 Monaten bei ihnen, den Russen, alles gut sein wird, aber nach diesem Zeitraum - schlecht, und dass es daher wünschenswert ist, den Krieg in irgendeiner Weise zu beenden.“
Krieg in der Ukraine: Hybrides Ende
Er hält auch ein hybrides Ende der Kämpfe für möglich, zum Beispiel:
„Eine mögliche Variante ist - die Sturmhandlungen am Boden sind beendet, aber die Raketenangriffe dauern an. Dieser Krieg hat gezeigt, dass jedes Szenario realisiert werden kann.“
Der ehemalige Sprecher des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine, der Militäranalytiker Vladislav Seleznev, kommentierte:
„Der entscheidende Faktor, der die Dauer der Kämpfe beeinflusst, sind die Ressourcen. Die Russen haben, leider, viele Ressourcen - viele Länder kaufen weiterhin Gas und Öl von Russland und finanzieren so die sogenannte SVO.“
Seleznev betonte, dass die ukrainischen Verteidigungskräfte daran arbeiten, das offensive Potenzial der Armee des Besatzers zu verringern, aber man sollte auf unpopuläre Entscheidungen seitens Russlands vorbereitet sein. Er erklärte:
„Nach einer unverständlichen Logik glauben sie, dass sie die Ukraine zerstören müssen, um zu überleben. Dabei hat Russland angegriffen, und nicht umgekehrt.“
Seiner Meinung nach hat sich die Situation mit der Unterstützung der Ukraine geändert, und die amerikanische Hilfe kann derzeit unberechenbar sein. Er stellte fest, dass Russland immer häufiger Einwanderer aus Asien und Afrika einsetzt:
„Um ihr Potenzial für den 'schwarzen Tag' zu nutzen.“
Seleznev wies auch darauf hin, dass für die Vorbereitung einer großflächigen Mobilisierung in Russland einige Zeit benötigt werden würde:
„Dafür sind einige Monate 'Gehirntraining' der Russen nötig.“
Es wird erinnert, dass zuvor berichtet wurde, dass Selenskyj zwei mögliche Szenarien für 2026 skizzierte.
Somit ist die Verlängerung des Ausnahmezustands und der Mobilisierung ein Zeichen dafür, dass die Situation an der Front angespannt bleibt und beide Seiten weiterhin ihre Möglichkeiten abwägen. Dabei wird die Analyse der Ressourcenausstattung und strategischer Entscheidungen besonders wichtig im Kontext zukünftiger Verhandlungen und der Veränderung des Kräfteverhältnisses.
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