Erfrierungen im Winter: Wie man die Schweregrade erkennt und Erste Hilfe leistet.

Erfrierungen im Winter: Wie man die Schweregrade erkennt und Erste Hilfe leistet
Erfrierungen im Winter: Wie man die Schweregrade erkennt und Erste Hilfe leistet

Nach Angaben von ТСН: Im Winter ist der menschliche Körper besonders anfällig für Kälte, was zu Erfrierungen führen kann, die erheblichen Schaden an Geweben anrichten. Es ist sehr wichtig, die Symptome einer Erfrierung und die Regeln für die Ersten Hilfe zu kennen – das kann Ihre Gesundheit und sogar Ihr Leben retten.

Erfrierungen entstehen, wenn die niedrigen Temperaturen über einen längeren Zeitraum auf die Haut und das Unterhautgewebe einwirken, was die Blutzirkulation stört. Besonders anfällig sind offene und periphere Bereiche wie Finger und Zehen, Hände, Füße, Nase, Ohren und Wangen.

„Erfrierungen können jede Körperstelle betreffen, aber der größte Risikofaktor besteht bei offenen Stellen, insbesondere bei kaltem und windigem Wetter.“

Wie die Haut auf Kälte reagiert

Die Haut ist das Schlüsselorgan der Thermoregulation. Gegen die Kälte verengen sich die Blutgefäße, um Wärme in den lebenswichtigen Organen zu bewahren. Wenn die Blutversorgung der peripheren Bereiche abnimmt, kann dies zu Gewebeschäden führen.

Das Risiko von Erfrierungen steigt in folgenden Fällen:

  • längeres Verweilen in der Kälte;

  • starker Wind und Feuchtigkeit;

  • nasse oder enge Kleidung;

  • Vorhandensein chronischer Erkrankungen (Diabetes, Raynaud-Syndrom, Neuropathie, Hypothyreose).

Grades der Erfrierung

Grad I – leichte Hautschädigung: Rötung, Kältegefühl, leichtes Taubheitsgefühl. Es wird empfohlen, den betroffenen Bereich mit warmem Wasser (37–39 °C) zu erwärmen, nasse Kleidung zu wechseln und zu vermeiden, die Haut mit Schnee oder heißen Gegenständen zu reiben.

Grad II – oberflächliche Schädigung mit klaren Blasen. Medizinische Beratung und Behandlung sowie sterile Abdeckung des betroffenen Bereichs sind erforderlich.

Grad III – tiefere Hautschädigung mit blutigen Blasen und vermindertem Empfinden. Dringende ärztliche Hilfe ist erforderlich, möglicherweise stationäre Behandlung.

Grad IV – schwerste Schädigung: Haut, subkutanes Gewebe, Muskeln und Knochen sind betroffen. Der Zustand ist kritisch, ohne professionelle Hilfe kann es zu teilweisen oder vollständigen Funktionsstörungen kommen.

Wie man sich schützt

  • Beobachten Sie die Wettervorhersage und planen Sie Ihren Aufenthalt in der Kälte.

  • Kleiden Sie sich in Schichten und nutzen Sie Handschuhe, Mützen und Schals.

  • Wählen Sie wasser- und winddichte Oberbekleidung.

  • Verweilen Sie nicht in nasser Kleidung, wechseln Sie schnell in warme Kleidung.

  • Trinken Sie ausreichend Wasser, vermeiden Sie Alkohol.

  • Verwenden Sie Schutzcremes (Kältecreme) auf freiliegenden Hautstellen 15–20 Minuten vor dem Verlassen.

  • Erkennen Sie die Anzeichen einer Erfrierung: Rötung, Taubheit, Kribbeln – und handeln Sie sofort.

„Denken Sie daran, dass Erfrierungen nicht nur Unbehagen, sondern auch das Risiko schwerer Gewebeschäden mit sich bringen. Frühzeitige Hilfe und richtiges Aufwärmen reduzieren die Schäden erheblich.“

Ein jüngster Vorfall in Wolhynien erinnerte an die Gefahr der Kälte. Ein Mann, der 10 Stunden in der Kälte verbrachte, überlebte dank medizinischer Hilfe, da sein Zustand kritisch war. Dies unterstreicht erneut die Wichtigkeit, die Symptome einer Erfrierung zu kennen und zu wissen, wie man sie vermeiden kann.


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