Apple steht in Russland unter Druck: Bis 2026 muss das Unternehmen Auflagen erfüllen.
Streit mit der russischen Wettbewerbsbehörde: Apple soll heimische Software bevorzugen
Nach Angaben von Espreso.tv: Die russische Föderale Antimonopolbehörde (FAS) hat Apple eine Frist bis zum 15. Juli 2026 gesetzt. Der Konzern muss bis dahin mutmaßliche Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht abstellen. Konkret geht es um die Behinderung russischer Suchmaschinen und die fehlende Vorinstallation von Programmen aus Russland. Sollte Apple die Vorgaben nicht umsetzen, droht ein Bußgeld von umgerechnet bis zu vier Milliarden Rubel.
Hintergrund der Auseinandersetzung sind zunehmende Spannungen zwischen westlichen Tech-Unternehmen und dem russischen Staat. Bereits im Juni hatte Apple den Messenger „Max“ aus seinem App Store entfernt, Anfang April folgte die App „Telega“. Besonders einschneidend war der 25. Juni: An diesem Tag löschte Apple sämtliche 16 Anwendungen des russischen Digitalkonzerns VK aus seinem Angebot.
Internationale Konzerne unter Beobachtung
Diese Schritte haben in Moskau für Unmut gesorgt. Sie verdeutlichen, wie angespannt das Verhältnis zwischen westlichen Technologiefirmen und der russischen Führung mittlerweile ist. Apple hat nun die Gelegenheit, die Situation zu bereinigen und damit hohe finanzielle Strafen abzuwenden.
Der Fall zeigt, wie stark der Druck des russischen Staates auf ausländische Technologiekonzerne wächst, die in Russland Geschäfte machen oder dies planen. Solche regulatorischen Vorgaben und mögliche Strafen sollen sicherstellen, dass lokale Gesetze eingehalten werden. Andere internationale Firmen beobachten die Entwicklung genau – sie könnte ihre künftige Strategie für den russischen Markt maßgeblich beeinflussen.
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