Apple wirft VK-Apps aus dem App Store – Sanktionen als Grund genannt.

Apple wirft VK-Apps aus dem App Store – Sanktionen als Grund genannt
Apple wirft VK-Apps aus dem App Store – Sanktionen als Grund genannt

App-Entfernung trifft russische Dienste

Nach Angaben von Espreso.tv: Der US-Konzern Apple hat mehrere Anwendungen des russischen Digitalkonzerns VK aus seinem App Store entfernt. Betroffen sind unter anderem die sozialen Netzwerke VKontakte und Odnoklassniki, die Messenger VK Messenger und Mail.ru, die Musik- und Videoplattformen VK Music und VK Video sowie die Dienste Dzen und Skillbox. Als Begründung führte Apple Sanktionsvorschriften an. Hintergrund ist, dass VK-Chef Wladimir Kirijenko auf den Sanktionslisten der USA, der EU und Großbritanniens steht. Wer die Apps bereits installiert hat, kann sie zwar weiter nutzen, erhält aber keine Push-Benachrichtigungen mehr.

Laut VK erfolgte die Löschung ohne Vorankündigung oder Erklärung. Die russische Regierung reagierte prompt, blieb jedoch vage. Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnete Apples Schritt als

“merkwürdig”

und drohte mit Konsequenzen für die weitere Zusammenarbeit, falls keine Begründung geliefert werde. Zudem empfahl er Nutzern schlicht, auf Android umzusteigen.

Muster mit Ansage: Sanktionen treffen russische Tech-Firmen immer härter

Dies ist nicht der erste Fall, in dem Apple russische Apps aus dem Store wirft. Bereits Anfang Juni 2023 entfernte das Unternehmen den staatlichen Messenger Max. Interessanterweise begannen Russen im Juni 2026 vermehrt, sich ein zweites Smartphone zuzulegen und VPN-Dienste zu installieren – nachdem fünf der beliebtesten VPN-Apps insgesamt 9,2 Millionen Mal aus dem Google Play Store heruntergeladen worden waren.

Die Entfernung der VK-Apps zeigt, wie sich die Sanktionspolitik zunehmend auf russische Technologieunternehmen auswirkt. Für betroffene Nutzer bedeutet das nicht nur den Verlust von Benachrichtigungen, sondern könnte sie auch dazu bewegen, auf Android-Geräte oder VPN-Lösungen auszuweichen. Der Vorfall verdeutlicht einen übergreifenden Trend in der Branche: Internationale Konzerne müssen ihre Angebote immer stärker an die sich verschärfenden Sanktionsregime anpassen.


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