Peskow wettert gegen EU-Sanktionen: Russischer Messenger Max sei „absurd“ betroffen.

Peskow wettert gegen EU-Sanktionen: Russischer Messenger Max sei „absurd“ betroffen
Peskow wettert gegen EU-Sanktionen: Russischer Messenger Max sei „absurd“ betroffen

EU verhängt Sanktionen gegen russischen Messenger Max

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen den russischen Messenger-Dienst Max verhängt. Brüssel wirft der Plattform vor, unter der Kontrolle des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB zu stehen. Die Maßnahmen richten sich auch gegen Unternehmen, die mit russischen Überwachungssystemen in Verbindung stehen – darunter VK Holding und die Communication Platform LLC. Betroffen sind zudem die Firmen Citadel, VAS Experts und Norsi-Trans sowie vier leitende Angestellte dieser Unternehmen. Die Sanktionen sind Teil einer verschärften Gangart des Westens gegenüber russischen Technologiefirmen.

Kreml reagiert verärgert – und Apple gerät ins Visier

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die EU-Sanktionen gegen Max als „völlig absurd“. Er zeigte sich überzeugt, dass der Messenger

„sich trotz aller EU-Sanktionen rasant weiterentwickeln wird“
- Dmitri Peskow. Gleichzeitig rief Peskow die Nutzer dazu auf, „auf Android umzusteigen“ – eine Aufforderung, die als Reaktion auf die zunehmenden Einschränkungen westlicher Technologiekonzerne in Russland zu werten ist.

Bereits Ende Juni hatte Apple alle 16 Apps der VK-Gruppe aus dem App Store entfernt. Die russische Wettbewerbsbehörde FAS wirft dem US-Konzern daraufhin eine „Diskriminierung“ von Suchdiensten vor. Apple erhielt eine Frist bis zum 15. Juli 2026, um die angebliche Benachteiligung zu beheben. Sollte das Unternehmen die Auflagen nicht erfüllen, droht ein Bußgeld von umgerechnet bis zu vier Milliarden Rubel. Dieser Schritt zeigt, wie sehr die Spannungen zwischen Russland und dem Westen auch den digitalen Raum erfassen.

Die neuen EU-Sanktionen und die Maßnahmen Apples lösen im Kreml heftige Reaktionen aus und verdeutlichen die zunehmende Eskalation zwischen Russland und westlichen Staaten. Die Beschränkungen unterstreichen, wie stark westliche Länder den Einfluss russischer Technologie auf die Sicherheit in den Fokus nehmen. Zugleich machen sie die Haltung der EU im Kampf gegen Informationsbedrohungen durch russische Digitalfirmen deutlich. Dies könnte die technologische Abspaltung Russlands weiter vorantreiben und das Land zwingen, nach neuen Wegen für den Erhalt seiner digitalen Dienste zu suchen.


Lesen Sie auch

Werbung