Wann können Rentenzahlungen gepfändet werden? Das sagt das Gesetz.
Pfändung von Renten in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine sind Renten und Sozialleistungen grundsätzlich gesetzlich geschützt. Unter bestimmten Umständen ist eine Pfändung dieser Zahlungen jedoch möglich. Ein aktueller Fall zeigt, dass ein Gerichtsvollzieher eine Kontopfändung auch dann vornehmen kann, wenn ihm der soziale Status des Kontos nicht bekannt ist. Dies geht aus einem Urteil des Berufungsgerichts für Wirtschaftssachen im Fall Nr. 204/9551/18 hervor, das eine solche Pfändung auch ohne Bestätigung des Sozialstatus für rechtmäßig erklärte.
Gesetzlicher Schutz des Existenzminimums
Die ukrainische Gesetzgebung verbietet es Gerichtsvollziehern, für das tägliche Leben unverzichtbare Gegenstände zu beschlagnahmen. Diese Schutzvorschrift sichert die grundlegenden Bedürfnisse der Bürger ab. Zu den unpfändbaren Gütern gehören unter anderem:
- Medikamente
- notwendige Möbelstücke
- Kühlschrank
- Fernseher
- ein Familiencomputer
- Telefone
- Lebensmittelvorräte
- Wasser
- Heizmaterial
- Arbeitswerkzeuge
- grundlegende Haushaltsgegenstände
Im März 2022 wurde in der Ukraine ein Moratorium verhängt, das die Sperrung von Versorgungsleistungen wegen Schulden untersagte. Dieses Moratorium ist inzwischen wieder aufgehoben worden. Diese Entscheidung betrifft viele Bürger, die sich in einer prekären finanziellen Lage befinden. Die Frage der Pfändbarkeit von Sozialleistungen und Renten bleibt daher hochaktuell, insbesondere vor dem Hintergrund jüngster Gesetzesänderungen und der angespannten wirtschaftlichen Situation im Land.
Eine Pfändung von Sozialleistungen kann das Wohlergehen besonders schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen erheblich beeinträchtigen. Angesichts der weit verbreiteten finanziellen Schwierigkeiten ist der Schutz dieser sozialen Rechte eine staatliche Kernaufgabe. Neue Gerichtsurteile in diesem Bereich könnten die soziale Spannung erhöhen, was eine genaue Beobachtung und mögliche gesetzgeberische Anpassungen erforderlich macht.
Lesen Sie auch
- Wegfall der Rentenzulage für Blutspender: Das ändert sich ab 2026
- Kiewer U-Bahn-Station heißt jetzt „Swyrynezka“: Hintergründe zur Umbenennung
- Bis zu 34.000 Griwna: Diese Verstöße gegen die Wehrpflicht lassen sich jetzt bequem per App begleichen
- Ukrainische Rentenregeln 2026: 33 Jahre Dienstzeit erforderlich, um mit 60 in Rente zu gehen
- Militärombudsfrau Reschetylowa fordert drei Reformschritte für eine bessere Mobilmachung
- Kein Antrag auf Zurückstellung: Medizinstudent verliert Klage gegen Einberufung

