100.000 Delfine im Schwarzen Meer durch den Krieg getötet: Das ist der Hauptgrund.

100.000 Delfine im Schwarzen Meer durch den Krieg getötet: Das ist der Hauptgrund
100.000 Delfine im Schwarzen Meer durch den Krieg getötet: Das ist der Hauptgrund

Umweltfolgen des Ukraine-Krieges

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Umweltauswirkungen des Krieges in der Ukraine, insbesondere im Schwarzen Meer, werden immer verheerender. Durch Minenexplosionen, Angriffe auf Kriegsschiffe und Wasserverschmutzung sind rund 100.000 Wale und Delfine ums Leben gekommen. Besonders dramatisch wurde die Lage mit dem Beginn der groß angelegten Kampfhandlungen im Jahr 2022. Der Konflikt hat nicht nur menschliches Leid verursacht, sondern auch eine beispiellose ökologische Krise ausgelöst.

Wie der Krieg Meerestiere betrifft

Zwischen Juni 2022 und Juni 2023 wurden im Nationalen Naturpark 'Tuzliwski-Limane' 74 tote Delfine registriert. Zu den am stärksten betroffenen Delfinarten gehören:

  • der Schweinswal (Asowscher Schweinswal)
  • der Gemeine Delfin
  • der Große Tümmler

Besonders viele tote Wale und Delfine wurden an der Kinburn-Nehrung, auf Dscharylhatsch und auf Tendra gefunden.

Minenexplosionen im Meer forderten auch Menschenleben. Anfang Juli 2023 detonierte vor einem Strand in Hrybiwka eine Seemine, dabei starb ein 31-jähriger Mann aus Kiew. Zudem wurde am 26. Juni 2023 in Odessa eine 26-jährige Frau durch ein Splitter einer feindlichen Drohne getötet.

Die Umweltprobleme werden durch den Einsatz von Sonargeräten noch verschärft, die Delfine massiv schädigen. Iwan Russjew erklärt:

„Das Problem wird dadurch verstärkt, dass ein von Sonar getroffener Delfin nach und nach sein Immunsystem verliert und sich mit dem Morbillivirus infiziert.“

Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass die Angriffe auf Schiffe nicht nur leere Tanker betreffen. Jewhen Dykyj betont:

„Es werden nicht nur leere Tanker angegriffen, was man daran sieht, wie einige von ihnen prächtig brennen.“

Im Rahmen der Sonderoperation 'MoLoChKa', die vom 6. bis 18. Juli 2023 stattfand, wurden 172 Einheiten der russischen Schattenflotte getroffen, was ebenfalls Auswirkungen auf das Ökosystem des Schwarzen Meeres gehabt haben könnte. Diese Ereignisse zeigen, dass der Krieg in der Ukraine nicht nur den Menschen, sondern auch der Natur schweren Schaden zufügt und besorgniserregende Veränderungen in den marinen Ökosystemen verursacht.

Die Umweltfolgen des Ukraine-Krieges bereiten Wissenschaftlern und Umweltschützern weiterhin große Sorgen, denn das Sterben der Meerestiere könnte das Gleichgewicht der Ökosysteme im Schwarzen Meer nachhaltig stören. Der Verlust von Arten wie Delfinen verringert nicht nur die Artenvielfalt, sondern beeinträchtigt auch die Gesundheit der gesamten Meeresumwelt. Daher ist es entscheidend, sich nach dem Ende des Konflikts auf die Wiederherstellung der natürlichen Lebensräume in der Region zu konzentrieren.


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