Drohnenangriff auf Raffinerie in Tjumen: Explosionen und Evakuierung der Belegschaft.
Angriff auf die Tjumener Ölraffinerie
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 20. Juni wurde in der russischen Oblast Tjumen ein Drohnenangriff auf die örtliche Erdölraffinerie gemeldet. Der Gouverneur der Region bestätigte den Vorfall. Obwohl die Anlage selbst keinen Schaden erlitt, berichteten Anwohner aus dem Stadtteil Antipino von mindestens zwei Explosionen und aufsteigendem Rauch. Die Belegschaft des Werks wurde in Sicherheit gebracht, und der Flugbetrieb am Flughafen von Tjumen vorübergehend eingeschränkt.
Hintergrund zur Raffinerie
Die Tjumener Raffinerie verarbeitet jährlich rund acht Millionen Tonnen Rohöl bei einer Verarbeitungstiefe von 98 Prozent. Ihr Produktionsschwerpunkt liegt auf:
- Dieselkraftstoff der Norm Euro-5,
- Benzinkomponenten,
- Petrolkoks,
- Bitumen und Heizöl.
Die Anlage befindet sich etwa 2000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Bereits im Herbst 2025 war die Raffinerie Ziel eines früheren Angriffs. Ukrainische Drohnenoperationen gegen russische Ölbasen in den Jahren 2024 und 2025 haben bereits zum Verlust von Hunderten Tonnen Treibstoff geführt.
Dieser Vorfall reiht sich in eine wachsende Serie von Drohnenangriffen auf russische Energieanlagen ein, was die Energieversorgung der Region zunehmend unter Druck setzt. Solche Aktionen könnten weitreichende Folgen für die Treibstoffversorgung und die wirtschaftliche Stabilität Russlands haben, zumal die Erdölverarbeitung eine zentrale Säule der russischen Wirtschaft darstellt.
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