Indien fordert Aufklärung nach tödlichem US-Angriff auf Tanker mit indischer Besatzung.
Der Angriff auf die Settebello
Nach Angaben von Espreso.tv: Bei einem Luftangriff der US-Streitkräfte auf den Tanker Settebello kamen drei indische Seeleute ums Leben. Das Schiff hatte 24 indische Besatzungsmitglieder an Bord. 21 von ihnen konnten gerettet werden. Die Todesopfer sind:
- Kadett Aditya Sharma
- Schlosser Shivanand Chaurasia
- Leitender Maschinist Patnala Suresh
Der Angriff ist Teil der wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die die gesamte Region belasten. Die Eskalation hält bereits seit mehreren Wochen an.
Hintergrund der Krise
Die USA setzten bei dem Angriff auf die Settebello sogenannte „Präzisionsmunition“ ein, die den Maschinenraum traf. Es war bereits der dritte Vorfall dieser Art innerhalb einer Woche. Am 13. April wurde der Tanker Marivex attackiert und versenkt – alle 24 Besatzungsmitglieder konnten von der omanischen Marine gerettet werden. Nur vier Tage später, am 17. April, griffen US-Kräfte den Tanker Jalveer nahe dem Hafen von Shinas im Oman an; hier überlebten alle 20 Seeleute. Seit Beginn der Blockade am 13. April hat das US-Zentralkommando (Centcom) den Betrieb von acht Schiffen gestoppt und 134 weitere umgeleitet.
Derzeit befinden sich über 18.000 indische Seeleute im Persischen Golf und im Golf von Oman. Diese Lage bereitet der indischen Regierung große Sorgen. Offizielle Vertreter betonten: „Angriffe auf die Handelsschifffahrt und zivile Infrastruktur in der Region müssen sofort eingestellt werden.“
Der Vater des getöteten Kadetten Aditya Sharma sagte: „Wer trägt die Verantwortung für den Tod der drei indischen Seeleute? Die Umstände ihres Todes müssen untersucht werden.“
Zur Erinnerung: Am 28. Februar 2026 hatten die USA und Israel koordinierte Angriffe auf den Iran geflogen, um Raketen-, Militär- und Nuklearanlagen zu zerstören. Als Reaktion blockierte der Iran faktisch die Straße von Hormus. Daraufhin verhängten die USA ab dem 13. April eine vollständige Seeblockade über iranische Häfen. Am 17. April einigten sich die Konfliktparteien jedoch auf eine Waffenruhe, was auf eine mögliche Entspannung hindeuten könnte.
Der jüngste Vorfall zeigt, wie angespannt die Lage in der Region ist. Dies könnte schwerwiegende Folgen für die internationale Schifffahrt und die Sicherheit der Seeleute haben. Die indische Regierung dürfte als Reaktion auf den Tod ihrer Bürger ihre diplomatischen Bemühungen verstärken, um den Schutz indischer Seeleute zu gewährleisten und eine internationale Untersuchung zu fordern. Die Situation erfordert höchste Aufmerksamkeit, denn jede weitere Eskalation gefährdet die Stabilität im Persischen Golf und könnte die Weltwirtschaft durch Unterbrechungen der Ölversorgung beeinträchtigen.
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