Ukrainische Angriffe drücken russische Ölverarbeitung auf 18-Jahres-Tief.
Russische Ölraffinerie im Juli 2023: Einbruch auf historischen Tiefstand
Nach Angaben von Espreso.tv: Im Juli 2023 verarbeiteten russische Raffinerien durchschnittlich nur noch 3,91 Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Das ist der niedrigste Wert seit März 2005. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 lag die tägliche Verarbeitungsmenge noch um mehr als 1,4 Millionen Barrel höher. Grund für diesen drastischen Rückgang sind die massiven Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf russische Treibstoffanlagen. Allein in den letzten 100 Tagen gab es rund 50 solcher Attacken, die erhebliche Schäden an den Raffineriekapazitäten verursacht haben.
Schäden an Raffinerien und Treibstoffknappheit
Mindestens 24 der 34 großen russischen Raffinerien wurden getroffen. Bereits im Juni 2023 lag die Verarbeitungsmenge mit 3,8 Millionen Barrel pro Tag niedrig, was einen kontinuierlichen Abwärtstrend zeigt. Seit Ende Mai 2023 leidet Russland unter Treibstoffmangel, was die Behörden zu Gegenmaßnahmen zwang.
- Am 17. Juni 2023 wurde bekannt, dass Russland plant, Benzin per Schiff aus asiatischen Ländern zu importieren.
- Am 1. Juli 2023 startete Russland erste Seetransporte von Benzin aus Indien.
Diese Schritte unterstreichen die schwere Krise im russischen Treibstoffsektor, die sich durch die anhaltenden Kampfhandlungen weiter verschärft. Die gesunkenen Verarbeitungsmengen zeigen nicht nur interne wirtschaftliche Probleme, sondern auch die Auswirkungen externer Faktoren wie des Krieges in der Ukraine. Dies könnte die Treibstoffknappheit weiter anheizen und die russische Führung zwingen, nach neuen Versorgungswegen zu suchen – mit möglichen Folgen für die Kraftstoffpreise und die gesamtwirtschaftliche Lage. Der Fall verdeutlicht, wie bewaffnete Konflikte weitreichende Konsequenzen für Industrie und Energiesicherheit eines Landes haben können.
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