Moskau missbraucht Asow-Kämpfer für Propaganda: Menschenrechtler kritisiert Blockade bei Gefangenenaustausch.
Einschätzung des Menschenrechtsexperten Borys Sacharow
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Menschenrechtler Borys Sacharow hat die anhaltende Inhaftierung von Soldaten des Asow-Regiments scharf kritisiert. Seiner Ansicht nach nutzt Russland diese Gefangenen gezielt als Propagandawerkzeug, was eine zentrale Hürde für ihre Freilassung darstellt. Sacharow verwies auf die internationale Kampagne "People First", die sich für die Freilassung dieser Kriegsgefangenen einsetzt. Das Kernproblem sei, dass die russische Seite kein Interesse daran habe, diese Soldaten freizugeben, da sie das Fundament ihrer Propagandamaschinerie bilden.
Die Initiative "People First"
Am 5. Juni gelang es der Ukraine, 33 Kämpfer des 1. Korps der Nationalgarde "Asow" zurückzuholen. Allerdings kehrten nur zwei Verteidiger von Mariupol nach Hause zurück. Die Initiative "People First" fordert, die Inhaftierung dieser Personen als Geiselnahme einzustufen – ein Hinweis auf die Schwere der Lage. Sacharow betonte, dass die Gefangenen systematisch zum Feindbild stilisiert würden, was ihre Freilassung zusätzlich erschwere.
Er erklärte weiter, dass es sich bei der Kampagne um ein internationales Bündnis handelt, dem mehrere Menschenrechtsorganisationen angehören. Die Ukraine erhält in dieser Angelegenheit Unterstützung von der türkischen Regierung und persönlich von Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Zu den Ländern, die Einfluss auf die Verhandlungen nehmen könnten, zählen:
- die Türkei
- die Vereinigten Arabischen Emirate
- Brasilien
- die Republik Südafrika
Die Bemühungen dieser Staaten könnten entscheidend sein für die Freilassung der Asow-Soldaten, die sich weiterhin in einer äußerst schwierigen Lage befinden. Die Problematik der Asow-Gefangenen spiegelt die größeren Dimensionen des Ukraine-Konflikts wider, in dem Menschenrechtsfragen und humanitäre Aspekte eine immer wichtigere Rolle spielen. Internationale Unterstützung, etwa durch die Türkei und andere Nationen, könnte zur Lösung beitragen. Allerdings erschweren die Komplexität der Verhandlungen und politische Eigeninteressen die Situation. Die Kampagne "People First", die die Notwendigkeit der Freilassung betont, könnte weltweit eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken.
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