Belgien kassiert Millionen-Kaution von russischem Schattenflotten-Tanker.
Tanker "Ethera" in Nordsee festgesetzt
Nach Angaben von UATV: Belgische Militärkräfte haben den Tanker "Ethera" in der Nacht zum Sonntag in der Nordsee aufgebracht und nach Zeebrügge geleitet. Das Schiff, das zum sogenannten russischen Schattenflotte gehört, steht auf den Sanktionslisten der Europäischen Union und Großbritanniens. Die Behörden setzten eine Kaution in Höhe von 10.020.000 Euro für die Freigabe des Schiffes fest. Diese Maßnahme ist Teil der belgischen Bemühungen zur Überwachung der maritimen Sicherheit. Die Schattenflotte dient oft dazu, russisches Öl trotz westlicher Preisobergrenzen und Embargos zu transportieren.
Schwere Verstöße und politische Reaktionen
Bei der Kontrolle des Tankers, der von Marokko nach Sankt Petersburg unterwegs war, stellten die Inspektoren insgesamt 45 Verstöße fest, darunter gefälschte Zertifikate. Die 21-köpfige Besatzung besteht aus einem russischen Kapitän und 13 indischen Seeleuten. Die Festsetzung erfolgte am 1. März im Rahmen der Operation 'Blauer Eindringling'.
Belgiens Innenministerin Annelies Verlinden kommentierte: 'Die wachsende geopolitische Spannung und die organisierte Kriminalität machen die maritime Infrastruktur und Schifffahrt verwundbar.'
Einmigrationsminister Theo Franken betonte seinerseits, dass 'die Regierung harte Maßnahmen gegen Schiffe der Schattenflotte ergreift und die Einhaltung der europäischen Sanktionen sicherstellt'. Dies unterstreicht den entschlossenen Kurs der belgischen Behörden gegenüber verdächtigen Schiffen in ihren Gewässern.
Der Vorfall zeigt die praktischen Herausforderungen bei der Durchsetzung von Sanktionen auf hoher See. Belgien demonstriert mit dieser Aktion seine Entschlossenheit, internationale Vereinbarungen auch in seinen Küstengewässern durchzusetzen, was die Handelsrouten in der Nordsee weiter unter Beobachtung halten wird.
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