Deutsche Untergrundinfrastruktur ist anfällig für Sabotage: Experte erklärt die Gründe.
Nach Angaben von ТСН: Die Organisation der Ingenieurnetze in Deutschland hat ihre Besonderheiten: Alle Kommunikationsleitungen befinden sich unter der Erde und sind nahezu ungesichert, was sie anfällig für mögliche Sabotagen macht. Die Entdeckung und Behebung von Schäden in einem solchen System ist ein komplexer und langwieriger Prozess.
Probleme bei der Prüfung und Reparatur von Netzen
Die Programmdirektorin von AdlerA e. V. Oksana Orel stellte in einem Interview fest, dass es in Deutschland keine Luftstromleitungen und -kabel gibt – die gesamte Infrastruktur konzentriert sich unter der Erde.
„Tatsächlich gibt es in Deutschland keine Straßenmasten und so etwas wie bei uns, Kabel, die in der Luft sind. Alles befindet sich unter der Erde. Und unter der Erde verlaufen alle Kabel und alle Kommunikationen parallel. Das heißt: Wasser, Heizung, Internet, Strom – alles geht parallel in einem, sagen wir mal, Kanal“, sagte sie.
Sie betonte auch, dass es im Falle eines Netzschadens visuell unmöglich ist, den Ort des Ausfalls zu bestimmen.
„Und wenn es irgendwie beschädigt wurde, muss ein großes Gebiet aufgebrochen werden, sehr tief hineingegangen werden und alle diese Stellen gesucht werden. Das ist nicht sichtbar, das muss gesucht werden, wo genau dieser Schaden aufgetreten ist“, sagte sie.
Fehlende Notfallteams
Darüber hinaus wies die Expertin auf das Fehlen ständiger Notfallteams von Elektrikern in Deutschland hin.
„Das ist eine Geschichte. Eine andere Geschichte: Da sie keine Notwendigkeit haben, täglich zu reparieren, wenn beispielsweise Wind oder Regen zu Stromausfällen führen – sie haben keine so starken professionellen Teams von Elektrikern, die die Aktivität der Elektrizitätsnetze ständig sichern. Sie arbeiten überwiegend als Outsourcing. Das heißt, etwas ist passiert – sehr selten, sehr selten. Niemand kommt auf die Idee, dass es irgendwelche Sabotage im Zusammenhang mit den Kommunikationen geben könnte“, sagte sie.
Orel stellte fest, dass ein solches Funktioniermodell der Infrastruktur schon seit vielen Jahren besteht und zur Abwesenheit von Schutzmaßnahmen für kritische Infrastrukturen geführt hat.
„Und so geht es schon seit vielen Jahren. Die Deutschen sind daran gewöhnt, dass alles in Ordnung ist. Und diese kritischen Objekte werden praktisch nicht bewacht. Das heißt, der Zugang zu ihnen ist frei. Ich kann die Straße entlang gehen, da irgendetwas hineinwerfen – oder ein Feuerzeug, oder was auch immer – und dort kann eine kritische Situation entstehen. Denn niemand denkt daran, dass jemand etwas beschädigen könnte…“, sagte sie.
Aktuelle Ereignisse
Kürzlich blieben in der südwestlichen Ecke Berlins zehntausende Menschen ohne Strom. Viele Familien suchten Schutz bei Freunden oder wärmten sich in Notunterkünften wegen fehlenden Lichts und Wärme.
Die Ursache für den Stromausfall war ein Brand eines Kabelübergangs über den Teltowkanal, der das Kraftwerk Lichterfelde versorgt. Das Feuer beschädigte wichtige Hauptleitungen, und die Polizei führt derzeit Ermittlungen wegen Brandstiftung durch.
Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen haben Flüchtlinge aus der Ukraine „Unerschütterliche Punkte“ organisiert, um den lokalen Bewohnern zu helfen.
Diese Vorfälle weisen auf die Verwundbarkeit der Infrastruktur Deutschlands in Krisensituationen hin. Das Fehlen regelmäßiger Wartung und der Schutz wichtiger Objekte unterstreicht die Notwendigkeit, zuverlässigere Sicherheitssysteme zu entwickeln, insbesondere im Kontext der letzten Vorfälle. Organisationen, die Flüchtlinge unterstützen, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Hilfe für die lokalen Gemeinschaften in schwierigen Zeiten.
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