Günstigere Marschflugkörper für Kiew: Großbritannien treibt Raketenprojekt Brakestop voran.
Brakestop: Neue Langstreckenwaffen aus britischer Produktion
Nach Angaben von UATV: Großbritannien arbeitet an einer neuen Generation von Boden-Boden-Raketen für die Ukraine. Diese sollen deutlich günstiger sein als die bisher genutzten anglo-französischen Storm-Shadow-Marschflugkörper und ohne US-Komponenten auskommen. Das als Brakestop bezeichnete Vorhaben startete Ende 2024 und zielt darauf ab, der Ukraine ein effektives Waffensystem zur Abwehr militärischer Bedrohungen bereitzustellen. Die Entwicklung unterstreicht den wachsenden Druck auf die europäische Rüstungsindustrie, schnell und unabhängig von US-Lieferketten zu produzieren.
Technische Details und Kosten von Brakestop
Die neue britische Rakete soll folgende Kernmerkmale aufweisen:
- Ein Gefechtskopf mit einem Gewicht von mindestens 225 Kilogramm, um erheblichen Schaden beim Gegner anzurichten.
- Ein bodengestütztes System mit einer Reichweite von über 500 Kilometern.
- Stückkosten von rund 530.000 US-Dollar – deutlich unter dem Preis einer Storm Shadow, der bei etwa einer Million Dollar liegt.
Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums sollen in den kommenden Monaten drei Systeme der Firmen MBDA, MGI Engineering und Rotron Aerospace getestet werden – sowohl in Großbritannien als auch in der Ukraine. Ziel ist es, die Waffen innerhalb eines Jahres an die Front zu liefern. Alle drei Finalisten des Ausschreibungsverfahrens haben zugesichert, nach Auftragserteilung innerhalb von drei bis vier Monaten monatlich mindestens 40 Raketen herstellen zu können.
Das Brakestop-Programm ist ein Beleg für die zunehmende militärische Unterstützung Großbritanniens für die Ukraine im anhaltenden Konflikt.
Durch die Einführung kostengünstigerer und von US-Technik unabhängiger Waffen könnte die Schlagkraft der ukrainischen Streitkräfte deutlich gesteigert werden, was wiederum Einfluss auf die weitere Entwicklung der Kampfhandlungen in Osteuropa hätte. Die beteiligten britischen Unternehmen demonstrieren mit dem Projekt ihre Fähigkeit, schnell auf die Bedürfnisse Kiews zu reagieren – ein Schritt, der die Verteidigungskooperation zwischen beiden Staaten weiter vertiefen könnte.
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