Warum Kiews Heizungen bei Frost versagen: Das Problem mit den alten Gusseisen-Radiatoren.
Alte Heizkörper bersten bereits bei leichtem Frost
Nach Angaben von Novyny.live: In Kiew sind veraltete Gusseisen-Heizkörper aus Sowjetzeiten die Hauptursache für die vielen Heizungsausfälle in Wohnhäusern. Laut Experte Viktor Hleba platzen diese Radiatoren schon bei Temperaturen von nur minus einem Grad Celsius. Seine Einschätzung ist deutlich: Wenn irgendwo ein Heizkörper bricht, handelt es sich in neun von zehn Fällen um ein Gusseisen-Modell. Moderne Materialien wie Aluminium, insbesondere aus deutscher oder skandinavischer Produktion, sind dagegen wesentlich kältebeständiger. Diese Materialien sind für extreme Winterbedingungen konzipiert, die in der Ukraine häufiger werden.
Unterschiedliche Lage in den Stadtteilen
Während die Kommunalbetriebe im Wohnviertel Nyvky mit einer einzigartigen Methode versuchen, die alten Chruschtschowka-Bauten zu retten, sieht die Situation im Stadtteil Trojeschtschyna düster aus. Die Bewohner dort müssen ohne Heizung auskommen. Der Grund: Der gesamte Bezirk ist vollständig vom Heizkraftwerk TEZ-6 abhängig, was die Wärmeversorgung bei strengem Frost erheblich erschwert. Diese zentrale Abhängigkeit macht das System anfällig.
Die maroden Gusseisenheizkörper verdeutlichen den dringenden Modernisierungsbedarf der Heizungsinfrastruktur in Kiew. Die alten Konstruktionen halten den heutigen Wetterextremen nicht mehr stand. Da in der Ukraine noch viele Wohnhäuser aus der Sowjetära stammen, ist ein Austausch der veralteten Systeme gegen effizientere und zuverlässigere Lösungen entscheidend. Dies würde nicht nur den Komfort der Bewohner steigern, sondern auch das Risiko von Heizungsnotfällen in der kalten Jahreszeit deutlich senken.
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