Trump könnte Venezuela gegen die Ukraine eintauschen: Was die Financial Times schreibt.
Nach Angaben von ТСН: Der Sturz des Regimes von Nicolás Maduro in Venezuela mit Unterstützung der USA könnte einen Katalysator für die globale Umverteilung von Macht darstellen. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der amerikanische Präsident Donald Trump eine bedeutende Vereinbarung mit Russland und China in Betracht zieht, bei der die Situation in der Ukraine den Preis für die amerikanische Dominanz in Lateinamerika darstellen könnte.
Diese Informationen liefert die Financial Times.
„Die Monroe-Doktrin ist eine große Sache, aber wir haben sie weit übertroffen, wirklich sehr stark. Jetzt wird sie ‚Donro-Doktrin‘ genannt“, stellte Trump unmittelbar nach der Absetzung von Maduro fest.
Die Ereignisse in Venezuela spiegeln das Bestreben der Trump-Administration wider, die amerikanische Macht in der westlichen Hemisphäre zu festigen, was durch die neue nationale Sicherheitsstrategie bekräftigt wird. Ein schnelles Gelingen der Operation könnte als Grundlage für die Annahme dienen, dass der Präsident sich für ähnliche Interventionen im Rahmen des erweiterten amerikanischen „Hinterhofs“ interessieren könnte.
Änderungen im globalen Kontext
Die Situation in Venezuela geht über die Region hinaus und aktiviert Prozesse, die mit der neuen Umverteilung von Macht zwischen Großmächten zusammenhängen. Die „Donro-Doktrin“ zusammen mit Trumps Signalen über eine mögliche Annäherung an Moskau und Peking deutet auf sein Bestreben nach einer Weltordnung hin, in der der Schwerpunkt auf der Aufteilung von Einflussbereichen liegt.
Obwohl Russland und China die Handlungen der USA scharf kritisierten, ist der Führer der Volksrepublik China, Xi Jinping, vielleicht bereit, den Verlust des Einflusses in Venezuela hinzunehmen, wenn er dafür mehr Freiheiten in Bezug auf Taiwan erhält. Ähnliche Vereinbarungen könnte Russland bezüglich der Ukraine treffen. Bereits 2019 berichtete Fiona Hill, die in der Trump-Administration arbeitete, dem Kongress, dass der Kreml „sehr deutlich Signale über den Wunsch aussandte, eine sehr seltsame Austauschvereinbarung zwischen Venezuela und der Ukraine zu schließen“.
Provokante Äußerungen von Trump
Nach der Absetzung von Maduro machte Trump eine Reihe provokanter Äußerungen gegenüber Kolumbien und Mexiko. Er beschuldigte den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro, Probleme mit Kokain zu schaffen, und bemerkte, dass mexikanische Drogenkartelle das Land faktisch kontrollieren. In Trump-nahen Kreisen wird die Möglichkeit aktiver Maßnahmen gegen die Kartelle auf mexikanischem Territorium diskutiert, und obwohl es bisher Zurückhaltung gab, könnte ein Erfolg in Venezuela diese Situation ändern.
Kuba steht ebenfalls unter genauer Beobachtung Washingtons. Das kommunistische Regime, das die USA seit den 1960er Jahren beeinflussen wollten, ruft erneut eine harte Rhetorik hervor. Außenminister Marco Rubio bezeichnete die kubanische Regierung als „riesiges Problem“ und stellte fest, dass „sie große Probleme haben... Ich werde nicht mit Ihnen über unsere weiteren Schritte sprechen“. Der Sturz von Maduro wird die Position Kubas erschweren, das lange Zeit von venezolanischem Öl und finanzieller Unterstützung abhängig war.
Plans regarding Greenland
Trump hat auch seine Absicht zur Übernahme von Grönland hervorgehoben, obwohl diese Insel ein autonomes Territorium Dänemarks ist. Die Annexion eines Teils des Territoriums eines NATO-Verbündeten wäre ein radikalerer Schritt als der Sturz eines autoritären Führers in Lateinamerika. Dennoch bereitet die Trump-Administration schon lange den Boden für eine solche Möglichkeit vor, indem sie Dänemark ineffektives Management der Insel vorwirft. Angesichts der geringschätzigen Haltung gegenüber europäischen Partnern sollte dieses Szenario nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Globale Konsequenzen
Peking und Moskau werden diesen Veränderungen aufmerksam folgen. Eine Welt, in der mächtige Staaten ohne Einschränkungen in ihren Regionen handeln können, ist sowohl für Russland als auch für China vorteilhaft. Trump denkt, dass die Aufteilung der Welt in informelle Einflussbereiche „strategische Stabilität“ in den Beziehungen zu diesen Ländern gewährleisten könnte.
Dieser Ansatz ignoriert jedoch die Interessen kleinerer Staaten, denen das Recht auf eigenständige Bestimmung ihrer Zukunft verweigert wird. Diese Länder haben Subjektivität und können Widerstand leisten, was die ukrainische Erfahrung eindrucksvoll bestätigt.
Erinnern wir uns, dass das US-Außenministerium erklärt hat, dass die westliche Hemisphäre eine ausschließliche Interessenszone Washingtons ist und Wettbewerber vor dem unzulässigen Aufbau militärischer Basen warnt. Trump charakterisierte diese Strategie als „Donro-Doktrin“, was eine bedeutende Aktualisierung der historischen Monroe-Doktrin („Amerika für Amerikaner“) darstellt. Im Lichte der Gerichtsverfahren gegen Maduro in New York haben Rubio und das Weiße Haus betont, dass die amerikanische Dominanz in der Region nicht mehr in Frage steht und dass alle Versuche von Gegnern, sich in die Angelegenheiten der Hemisphäre einzumischen, entschieden unterbunden werden.
Lesen Sie auch
- Ölpreise stürzen ab: US-iranisches Abkommen lässt Barrel-Kurse fallen
- Neue Ära im Nahen Osten: Trump besiegelt Abkommen mit Iran – Waffenruhe, Sanktionsabbau und Atomfrage
- Trump auf dem G7-Gipfel: US-Unterstützung für die Ukraine an Bedingungen geknüpft
- G7-Gipfel: Neue Luftabwehrsysteme und verschärfte Sanktionen für die Ukraine beschlossen
- G7-Gipfel in Évian: Trump räumt ein, dass Putin keinen Frieden in der Ukraine will
- Waffenruhe mit Iran: Trump unterzeichnet Absichtserklärung

