Russischer Raketenangriff auf Übungsplatz: Organisator der Waffenmesse in Untersuchungshaft.
Untersuchungshaft für Wassyl Hontscharuk
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 24. Juli 2023 griff Russland mit ballistischen Raketen einen Truppenübungsplatz in der Oblast Kiew an, auf dem eine Waffenausstellung stattfand. Dabei kamen zehn Menschen ums Leben, rund hundert wurden verletzt. Die Generalstaatsanwaltschaft hat nun gegen den Organisator der Veranstaltung, Wassyl Hontscharuk, Untersuchungshaft ohne Kaution verhängt. Ihm wird Dienstpflichtverletzung vorgeworfen.
Der Angriff erfolgte gegen 11:30 Uhr mit drei Raketen vom Typ Iskander-M und S-400. Eine Rakete wurde abgefangen, zwei erreichten ihr Ziel. Unter den Todesopfern war Walentyna Sawizka, stellvertretende Leiterin des Zentrums für internationale Zusammenarbeit und strategische Kommunikation, die noch am Ort des Geschehens starb.
Ermittlungen und Folgen
Am 25. Juli nahmen Ermittler den Organisator fest. Die Zahl der Toten stieg am 27. Juli auf elf, als ein 66-jähriger ukrainischer Staatsbürger und Diplomat des Malteserordens seinen Verletzungen erlag. Hontscharuk äußerte sich:
„Ich bin mir meiner Verantwortung voll bewusst.“
Die Generalstaatsanwaltschaft bezeichnete die Untersuchungshaft ohne Kaution als angemessene Maßnahme. Der Vorfall gilt als einer der schwersten seiner Art in der Ukraine und wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitsrisiken bei öffentlichen Militärveranstaltungen in Kriegszeiten. Der Raketenbeschuss verdeutlicht die anhaltende Bedrohung durch russische Angriffe, die verstärkte Schutzmaßnahmen erfordert.
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