Sechs Symptome einer Depression können auf Demenz hindeuten: Neue Entdeckung von Wissenschaftlern.
Nach Angaben von ТСН: Wissenschaftler des University College London haben sechs Symptome einer Depression entdeckt, die im mittleren Lebensalter auf ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Demenz in der Zukunft hinweisen können. Die Studie unterstreicht, dass es wichtig ist, nicht nur über das Vorhandensein einer Depression Bescheid zu wissen, sondern auch auf ihre spezifischen Ausprägungen zu achten.
In die Studie wurden 5811 Freiwillige aus Großbritannien einbezogen. Die Daten über ihren psychischen Zustand wurden in den Jahren 1997 bis 1999 erfasst, als die Teilnehmer im Alter von 45 bis 69 Jahren waren, und keiner von ihnen hatte Demenz. Diese Personen wurden fast 20 Jahre lang beobachtet, wobei offizielle medizinische Aufzeichnungen bis 2023 verwendet wurden.
Während dieser Zeit wurde bei 10,1% der Teilnehmer Demenz festgestellt. Unter denen, die im mittleren Lebensalter fünf oder mehr Symptome einer Depression berichteten, war das Risiko, Demenz zu entwickeln, um 27% höher. Die Wissenschaftler betonen, dass nur sechs der dreißig bewerteten Symptome eine entscheidende Rolle spielten.
Symptome, die das Risiko erhöhen
- Verlust des Selbstvertrauens
- Schwierigkeiten bei der Problemlösung
- Fehlendes Gefühl der Nähe zu anderen
- Ständige Nervosität
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Unzufriedenheit mit der Qualität der Stimmung
Die bedeutendsten Symptome halten die Wissenschaftler für den Verlust des Selbstvertrauens und die Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung – jedes dieser Symptome ist mit einem Anstieg des Demenzrisikos um etwa 50% verbunden.
Einige andere häufige Manifestationen einer Depression, wie Schlafstörungen oder suizidale Gedanken, zeigten jedoch keinen langfristigen Zusammenhang mit Demenz. Die Forscher betonen, dass ihre Studie keine direkte kausale Beziehung behauptet, sondern auf wichtige Trends hinweist.
Die Wissenschaftler betonen, dass ihre Ergebnisse auf Daten einer relativ gesunden Stichprobe von Staatsbediensteten in Großbritannien basieren und möglicherweise nicht die Situation in anderen Ländern oder bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen vollständig widerspiegeln. Dennoch könnten diese Erkenntnisse die Grundlage für weitere Forschungen und die Entwicklung früherer und personalisierter Ansätze zur Prävention von Depressionen und neurodegenerativen Erkrankungen bilden.
Diese Studie fordert dazu auf, das psychische Wohlbefinden genauer zu betrachten, da frühe Anzeichen einer Depression das erste Signal für mögliche ernsthafte Probleme in der Zukunft sein können. Auf Grundlage dieser Ergebnisse können Mediziner besser abklären, welche Methoden zur Prävention und zeitnahen Unterstützung für die Menschen, die Hilfe benötigen, zur Verfügung stehen.
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