Fleischpreise auf Odessas Markt gesunken – doch Kunden kaufen nur noch winzige Portionen.
Die aktuelle Preislage auf dem Odessaer Markt "Privoz"
Nach Angaben von Novyny.live: Auf dem berühmten Odessaer Markt "Privoz" sind die Preise für Fleisch gefallen. Der erhoffte Kaufrausch bleibt jedoch aus, vor allem wegen der anhaltenden Stromausfälle. Die aktuellen Marktdaten zeigen: Für Knochenfleisch werden 190 bis 200 Hrywnja pro Kilogramm verlangt. Leber kostet 200 Hrywnja, während Nackenfleisch bei 250 bis 260 Hrywnja liegt. Ein Kilogramm Hackfleisch ist für etwa 220 Hrywnja zu haben, Rippchen kosten 250 Hrywnja und Haxen sind für 85 bis 100 Hrywnja erhältlich. Fleischabschnitte werden zu einem Preis von 140 bis 150 Hrywnja pro Kilogramm angeboten.
Geringe Nachfrage trotz niedriger Preise
Die meisten Kunden auf dem Markt kaufen nur noch minimale Mengen von 100 oder 200 Gramm Fleisch. Die Händlerin Tetjana erklärt die Lage:
„Die Preise fallen, weil keine Kundschaft da ist. Es gibt keine Löhne, kein Umsatz, und die Verkäufe brechen ein.“ - Tetjana
Sie fügt hinzu, dass die Leute nur noch kleine Stücke für die sofortige Zubereitung kaufen, da es oft an Strom fehle: „Es gibt kein Licht, nichts zum Kochen und keinen Ort, um das Fleisch aufzubewahren.“ Früher hätten die Kunden mehrere Kilogramm auf einmal gekauft, heute seien es nur noch winzige Portionen. „Es ist für alle schwer, aber wir halten durch“, so Tetjana.
Die Händlerin äußert sich besorgt über die weitere Entwicklung:
„Wenn sich die Situation mit der Stromversorgung nicht stabilisiert, könnte die Nachfrage nach Fleisch noch weiter einbrechen.“ - Tetjana
Die Preissenkungen auf dem "Privoz" konnten die Nachfrage nicht nennenswert ankurbeln – ein deutliches Zeichen für die angespannte wirtschaftliche Lage im Land. Die Ukrainer beschränken sich auf das absolut Nötigste, während ihre finanzielle Stabilität weiterhin gefährdet ist.
Die Situation auf dem Fleischmarkt in Odessa ist ein Spiegelbild der breiteren Wirtschaftskrise, mit der die Ukraine zu kämpfen hat. Die Stromausfälle beeinträchtigen nicht nur den Handel, sondern auch grundlegende Alltagsfähigkeiten wie das Kochen. Dies zwingt die Menschen dazu, ihre Einkäufe auf kleine, sofort verbrauchbare Mengen zu reduzieren. Der sinkende Fleischkonsum deutet auf eine geschwächte Kaufkraft der Bevölkerung hin, die von den Verantwortlichen dringend angegangen werden muss, um die wirtschaftliche Stabilität zu sichern.
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