Kiewer Lebensmittelpreise explodieren: Buchweizen kostet jetzt 90 Hrywnja pro Kilo.
Preisschock bei Grundnahrungsmitteln in der ukrainischen Hauptstadt
Nach Angaben von TSN.ua: Im Frühjahr 2026 müssen Verbraucher in Kiew tief in die Tasche greifen. Die Preise für viele alltägliche Lebensmittel sind drastisch gestiegen, was bei der Bevölkerung für Unruhe sorgt. Besonders auffällig ist der Anstieg bei Buchweizen, einem traditionellen Grundnahrungsmittel: Ein Kilogramm kostet nun 90 Hrywnja. Seit Jahresbeginn hat sich der Preis für dieses beliebte Produkt im Durchschnitt um 59 Prozent erhöht – von 33,02 auf über 52 Hrywnja. Für eine 500-Gramm-Packung Buchweizen in Kochbeuteln zahlt man 45,90 Hrywnja, was umgerechnet 91,80 Hrywnja pro Kilogramm entspricht.
Die Teuerungswelle erfasst jedoch nicht nur Buchweizen. Auch viele andere Grundnahrungsmittel sind deutlich teurer geworden:
- Äpfel verteuerten sich um 46 Prozent, von 31,46 auf 45,78 Hrywnja pro Kilo.
- Tomaten kosten 35 Prozent mehr, der Preis stieg von 123,91 auf 167,42 Hrywnja pro Kilo.
- Rindfleisch wurde 33 Prozent teurer und nähert sich nun der 400-Hrywnja-Marke pro Kilo.
- Raffiniertes Öl verteuerte sich um 31 Prozent – von 68,17 auf 89,02 Hrywnja für 850 ml.
- Leicht gesalzener Hering kostet 29 Prozent mehr, der Preis stieg von 190,77 auf 246,06 Hrywnja pro Kilo.
- Eier wurden 23 Prozent teurer, ein Zehnerpack kostet nun 84,35 Hrywnja statt 68,59 Hrywnja.
- Hähnchenschenkel verteuerten sich um 22 Prozent, von 113,16 auf 138,0 Hrywnja pro Kilo.
- Schweinebrust wurde 19 Prozent teurer, der Preis stieg von 177,38 auf 211,08 Hrywnja pro Kilo.
Experten zufolge ist der Preisanstieg bei Buchweizen nicht auf eine Verknappung des Rohstoffs zurückzuführen. Ökonom Oleh Pendsin erklärt die Situation wie folgt:
'Der Buchweizenpreis steigt nicht, weil es derzeit einen Mangel gäbe. Der Grund sind die hohen Verpackungskosten. Diese wiederum sind eine Folge der gestiegenen Strompreise und der ständigen Stromausfälle (Blackouts).'
Der durchschnittliche Ukrainer konsumiert etwa 3 Kilogramm Buchweizen pro Jahr. Um die Inlandsnachfrage zu decken, benötigt die Ukraine rund 81.000 Tonnen dieses Getreides. Die Ernte im Jahr 2024 brachte jedoch 127.000 Tonnen ein, wodurch ein ausreichender Vorrat am Markt vorhanden ist.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und ihre Folgen für die Bevölkerung
Die starken Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln in Kiew sind ein Spiegelbild der gesamtwirtschaftlichen Lage des Landes. Angesichts der hohen Inflation und der explodierenden Energiekosten wird es für viele Verbraucher zunehmend schwieriger, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Sollte der Preisauftrieb unvermindert anhalten, droht eine weitere Zunahme der sozialen Spannungen in der Gesellschaft. Die Entwicklung erfordert daher eine genaue Beobachtung durch Wirtschaft und Politik.
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